Die Karte oben zeigt den geplanten Start
in den 4. Törn im Abenteuer PanAmercana.
Zwei mögliche Routen bringen mich ca. 2.000 Kilometer durch die
schier endlosen Weiten der argentinischen Pampa bis hoch in den
Nordwesten des Landes und den Rand der Hochanden. Im Dreiländereck
Bolivien, Argentinien und Chile werde ich die Atacama
und die Puna durchfahren und Monate
später, 1.500 km weiter südlich zwischen Santiago und Mendoza, den
höchsten Berg der Anden, den Aconcagua
erreichen...
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> 4. Törn > Reparaturen ..die schon üblichen Reparaturen und Ausbesserungen... Auch der 4. Törn ins Abenteuer
PanAmericana beginnt, wie üblich, nicht nur aus der
Überwindung des Jetlag`s von fünf Stunden, sondern die erste Zeit
nach der Ankunft in Südamerika ist immer für kleine
Ausbesserungen, Verbesserungen und leider auch notwendige
Reparaturen reserviert! Das beginnt bei Kleinigkeiten wie einem
kleinen Halter für meine heiß-geliebte Schrubbelbürste für den
Rücken über das Abschmieren des Steyr,
diagonalem Radwechsel (für alle 4 Monsterräder eine Maloche für
`nen gesamten Tag), Wechsel von diversen Filtern, Einbau eines
B2B-Killschalters und, und, und... bis hin zu... na ja, das kommt
gleich noch...
Dann der nächste Klopper: Auf dem letzten
Törn hat meine geliebte Heizung für den Aufbau nach gerade einmal
110 Betriebsstunden ihren Dienst aufgegeben! Der
-nachvollziehbare- Grund: Als ich sie vor etlichen Jahren gekauft
habe, gab es für Diesel-Wasser-Heizungen
noch keine Höhenanpassung, d.h., so
ein Gerät arbeitet sicher bis ca. 1.000 bis 1.500 Meter Höhe.
Spätestens danach wird dem Teil die Hochgebirgsluft allerdings zu
dünn! Bei dem im Heizgerät fest eingestellten Verhältnis von
angesaugter Luft und eingespritztem Diesel, wird der Anteil an für
die Verbrennung benötigtem Sauerstoff durch die Höhe zu gering und
der Diesel kann nicht mehr ausreichend verbrannt werden. Die Folge
ist die Verrußung im Brennraum bis zu dem Moment, wo das Gerät
seinen Dienst aufgibt... und genau das ist mir
auf dem letzten Törn in den Anden passiert. Mehrfach habe ich
Nächte auf 1.500 Metern Höhe verbracht, wo mein kleiner
Lebensretter am nächsten Morgen bei Außentemperaturen von unter 0°
immer noch artig mitspielte. Im letzten März sprang sie sogar noch
auf 2.382 m an, mußte aber wahrscheinlich innerlich schon heftigen
Tribut für diese maßlose Überforderung in Form von Verrußung
bezahlen. Beim nächsten Startversuch, obwohl schon wieder 800 m
tiefer, war`s das dann aber und ich mußte in der Folgezeit einen
wahrhaft bitteren Preis dafür bezahlen! Bei Innentemperaturen von
unter 10° im Wanderer waren etliche
verdammt lange und saukalte Stunden und Tage die Folge, bis ich
irgendwann wieder aus den Anden heraus war...
Also, die Heizung wäre durch Reinigung des Brennraums und der Glühkerze wahrscheinlich noch zu retten, das Grundproblem, die fehlende Höhenanpassung, würde aber weiter bestehen! Da mich auf diesem Törn wahrscheinlich Höhen bis zu 5.000 Meter erwarten, muß einfach ein neues Gerät her! Fürchterlicher Shitstorm vieler Wohnmobilisten in den letzten Jahren, die selbst in den mickerigen Alpen auf ihre Heizung genau dann verzichten mußten, wenn sie sie wirklich brauchten, hat bei den einschlägigen Herstellern endlich Gehör gefunden und so gibt`s auch meine ThermoPro inzwischen auch als HA (High Altitude) Ausführung mit einer Höhenanpassung bis zu 4.000 Metern. Für die Anden immer noch nicht ausreichend, sicher aber für die Mehrzahl der Tage, an der ich sie benötige - für die restlichen Tage müssen`s eben heftige Muskelbewegungen in Form von klappernden Zähnen kompensieren... Hier, in der geschützten und ruhigen
Umgebung des Paraiso dann der Umbau
der Heizungsanlage... und gleich am Anfang eine überraschende
Erfolgsmeldung und kurz danach ein frustrierender Niederschlag:
Irgendwann in den letzten Tagen geisterte mir der Gedanke durch den Kopf, daß es für Motoren ja sog. Starthilfespray gibt, welches beim (Kalt-) Starten eines Motors in die Ansaugung gespritzt wird und durch seine niedrige Zündtemperatur und leichte Verbrennung (nichts anderes als eine nette Umschreibung für "verdammt explosiv") dem schwerfälligen Motor auf die Sprünge helfen soll. Meine Idee jetzt: Warum sollte das nicht auch meiner wahrscheinlich nur völlig verrußten Heizung helfen? ..bis auf eine kleine Explosion und das völlige Verrecken der alten Heizung kann ja eh nichts passieren... So sehr ich mich über meinen Erfolg auch
freuen konnte, hat es nichts am grundlegenden Problem, der
fehlenden Höhenanpassung geändert... Das alte Heizgerät muß also
trotzdem raus! ..und damit folgte sofort ein heftiger Dämpfer: Ich
habe die Stecker der elektrischen Anschlüsse um`s Verrecken nicht
abbekommen und weiteres Rütteln & Ziehen hätte die Stecker nur
zerbrochen und das wäre ein Super-GAU! In meiner Not habe ich drei
eMails mit der Bitte um Hilfe abgeschickt:
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> 4. Törn > Abschied vom Paraiso Abschied vom ParaisoNach vier Wochen im Paraiso mit Ankommen, langen Spaziergängen am Strand, Wartungsarbeiten am Wanderer sowie etlichen kleinen und größeren Ausbesserungen, Reparaturen und Ergänzungen, steht jetzt der Abschied vom Paraiso an! In den nächsten Tagen werde ich Uruguay verlassen und mich auf den langen Weg in den äußersten Nordwesten Argentiniens begeben. Zum Abschied noch einige "bewegte" Impressionen aus dem Frühling am Atlantik... Dieses Video liegt in FullHD vor |