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Januar 2016, aus dem Gitterrohrrahmen ist die Bodenplatte des späteren Koffers entstanden: Ein Sandwich aus einer Kunststoffplatte, dem Gitterrohrrahmen und den Kantenwinkeln
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Sie sind hier: Global-Wanderer > Wanderer > Kofferbau > Dach das Dach für den Wanderer entsteht30. Januar 2016, das komplette "Außenskelett" des Koffers ist fertig und fest mit dem innen liegenden Gitterrahmen verbunden. Jetzt soll die Kabine ihr Dach bekommen ...
Der Gitterrohrrahmen wird jetzt mit dicken Baubohlen ausgelegt. Einmal, um ihn besser begehen zu können, zum anderen als "Abstandshalter" ... Dann wird die erste der riesigen Ferroplast-Platten mit viel Muskelkraft in den Rahmen gewuchtet. Diese Platten besitzen einen geschäumten Kern aus 60 mm starkem PU, Polyurethan. Der Kern ist außen und innen fest mit dünnem, beschichteten Stahlblech verklebt. Diese Platten sind mit ihrer Beschichtung sogar für die Lebensmittelindustrie zugelassen und werden u.a. zum Bau von Kühlcontainern eingesetzt. Und, sie sind stabil! Immerhin hängen in solchen Containern manchmal 50 Schweinehälften an der Decke! Mir geben die Platten zum einen das gute Gefühl, später nicht in einem Schuhkarton zu sitzen, der noch für Jahre seine flüchtigen Innereien ausdünstet und zum anderen erspart mir die sehr widerstandsfähige, lebensmittelechte Beschichtung jegliche weitere Bearbeitung der späteren Wände. Kein Anstrich, keine Tapete, keine Farbe - nichts davon ist mehr erforderlich. Gitterrohrrahmen und Wände aus Stahlblech haben zudem einen weiteren, sehr nützlichen Nebeneffekt: Zusammen bilden sie einen Faradayschen Käfig, der sein Inneres gegen Blitzschlag schützt! Die spätere Decke liegt jetzt im Rahmen, bereit für den nächsten Schritt ...
Jetzt beginnt die Schweinerei: Riesige Würste aus Superkleber kommen auf die Plattenränder ... das geht ja noch, aaaber dann, wenn die Platte in ihre Endposition gebracht und mit Druck gegen den Rahmen gepreßt wird, dann, ja dann quillt die überschüssige, schwarze Plempe aus jeder Ritze ... und muß mühsam mit Silikonentferner und rollenweise Haushaltspapier abgewaschen werden! Es braucht jedesmal eine ganze Woche, bis auch die letzten schwarzen Riefen in unseren Händen ausgewaschen sind! Was man auf den Bildern (oben und unten) auch gut erkennen kann, sind die "Nietmulden" im Rahmen. Innerhalb des Rahmens bilden sie durch ihre Höhe eine Anschlagbegrenzung für die Platten, die damit nicht in Abhängigkeit vom aufgetragenen Kleber "irgendwo" im Rahmen liegen, sondern genau auf (Spalt-) Maß und überall gleich. Innerhalb des Spaltes zwischen Rahmen und Platten kann sich dann der Kleber, Bostik Superfix, gut verteilen. Neben der Verklebung werden die Platten auch zusätzlich mit dem Außenrahmen vernietet - Prinzip: Hosenträger + Gürtel!
Mit zwei Hubwagen wird die Deckenplatte in die Rahmenoberkante gehoben, gepreßt und in dieser Position für die nächsten Tage gehalten - genug Zeit für den Kleber, vollständig abzubinden.
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Sie sind hier: Global-Wanderer > Wanderer > Kofferbau > Kofferwände Aufbau der Kofferwände für den Wanderer05. Februar 2016, die Hände sind gerade wieder sauber, da kommt der nächste Streich: Das Bodensandwich muß für die nächsten Arbeiten weiter aufgebaut werden: In die Lücken des Gitterrohrrahmens werden 60 mm Dämmplatten verklebt, die dann bündig mit dem Rahmen abschließen. Über dieser ersten Dämmung kommen 18 mm starke Siebdruckplatten. Erst später, wenn alle Kofferwände eingebaut sind, folgen eine weitere Dämm- und Plattenlage. Im endgültigen Ausbaustand wird noch ein richtiges Teakdeck verlegt und die gesamte Bodendämmung wird damit über 150 mm dick. Stark genug, um der Kälte von unten einen mächtigen Widerstand entgegen zu stellen!
Die erste Lage Siebdruckplatten ermöglichen den weiteren Aufbau des Koffers
Jetzt, wo der Boden begehbar und "auf Maß" ist, können die ersten
Wände eingebaut und verklebt werden.
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Sie sind hier: Global-Wanderer > Wanderer > Kofferbau > Kofferwände Wände und das erste Loch im KofferDer nächste Tag beginnt mit einem gruseligen, chirurgischen
Eingriff: Nicht mit einem Skalpell, sondern ganz brutal mit `ner Flex
wird die Stirnplatte des Koffers aufgeschlitzt! Der Grund ist so
zwingend wie notwendig: Wenn jetzt die beiden letzten Platten, die
Stirn- und die Rückwand eingesetzt werden, ist das der
einzige Zugang in meinen Schuhkarton!
06. Februar 2016, es ist vollbracht! Die beiden letzten Wände sind eingebaut, die Hände wieder voll mit schwarzen Riefen vom Kleber, aber vor Stolz und Glück bekomme ich mein Grinsen überhaupt nicht mehr aus dem Gesicht! Der Rohbau des Koffers ist fertig und irgendwann, zwar noch tausende von Arbeitsstunden in der Zukunft, aber irgendwann werde ich `mal in diesem Schuhkarton auf Große Fahrt gehen ...
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Sie sind hier: Global-Wanderer > Wanderer > Kofferbau > Stapellauf Stapellauf des Koffers12. Februar 2016: Stapellauf der Kabine! Mit dem Tieflader-Trailer rollt er die ersten Meter seines Lebens - raus aus der geschützten Halle, ab in den Härtetest, ab unter freien Himmel, rein in Regen, Schnee, Frost ... wo er aufgebockt die nächsten Wochen auf den großen Tag, seine Hochzeit mit dem Steyr, warten muß.
Die nächsten Arbeiten am Rohbau: Jetzt zeigt sich der Sinn der aufwendigen Bodenkonstruktion: Die Gegenlager für die spätere Befestigung auf dem Steyr werden unter dem Kofferboden verschraubt. Diese "kleinen" Teile werden später mit ihren 4 Lagerpunkten (die 2 Achsen der Schwingenlager sowie die beiden äußeren Schalen am mittigen Hauptlager - deshalb auch "4-Punkt-Lager") das gesamte Gewicht des Koffers tragen und gleichzeitig Kräfte und Bewegungen von Fahrzeugrahmen und Koffer voneinander trennen.
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