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> Dali Wüste Fahrt durch die Dali WüsteAls ich an diesem Morgen an der
wunderschönen Laguna Salada aufwache, meldet mir mein Thermometer
am Bett einen gruseligen, neuen Rekord! Oberhalb meiner wohligen
Bettdecke sind`s dank meiner leicht offen stehenden Dachluke und
meines ebenfalls offenen "Schlafzimmerfensters", nur noch 3,4°!
..kein Wunder, denn unter`m Wanderer registriert
der Außensensor -12,0°. Dabei ist es vollkommen windstill
und die Luft ist unsagbar klar!
Um 1000 Uhr war ich dann fahrbereit, aber obwohl der Steyr artig zur Sonne ausgerichtet war, zickte er beim Anlassen ordentlich `rum und hustete erst einmal jede Menge Ruß aus dem Auspuff. Aber dann, ein einziges Mal gezündet, schnurrte er wieder artig und ließ keinen Zweifel daran, später auch wieder folgsam auf knapp 4.800 Meter Höhe klettern zu können. Schon wenige Kilometer später komme ich an den heißen Quellen vorbei, aber hier haben sich die Touris schon längst etabliert und die türkis leuchtenden, dampfenden Becken sind voll mit Menschen... also lieber gleich weiter! Auch kommen mir jetzt aus Richtung Chile mit 50 - 60 Sachen jede Menge Tagestouristen entgegen und jedes ihrer Fahrzeuge zieht eine 300 Meter lange Staubfahne hinter sich her, die jetzt, am immer noch windstillen Morgen, ortsfest über der Piste steht! Dazu fallen mir über diesen Massentourismus jede Menge abfälliger Bermerkungen ein... By the way: In der gesamten Zeit der Lagunenroute habe ich nicht einmal eine handvoll Reisender gesehen, die mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs waren! Wie muß es nur in diesen Kisten der Touranbieter sein? Vier bis sechs Touris sind im hinteren Teil der Toyotas eingequetscht, die Fenster sind aus naheliegenden Gründen geschlossenen, zu sehen ist aus dieser Position herzlich wenig, vor allem, weil südamerikanische Fahrzeuge nicht so zurückhaltend beim Tönen ihrer Scheiben sind wie wir Europäer. Dann schaukeln sie in ihren Karren wie ein Schiff bei schwerem Seegang und nur die Enge verhindert, daß sie von einer Bordwand gegen die andere geschleudert werden... und die Luft da drin ist wahrscheinlich auch nicht die allerbeste...
![]() aus der Dali Wüste über den letzten Paß zur Laguna Verde
![]() die Berge liegen hinter mir und ich nähere mich der Laguna Verde |
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> Laguna Verde Laguna VerdeSchon am Mittag habe ich auch die Abfahrt
geschafft und stehe mit dem Wanderer auf
4.388 Metern an der Laguna Verde,
die in unwirklich leuchtendem Türkis direkt vor mir liegt. Auch
hier sind für die intensive Farbe wieder im Wasser gelöste
Mineralien und Metalle aus dem vulkanischen Untergrund, wie
Magnesium, Calciumcarbonat, Blei und Arsen, sowie Kupfer
verantwortlich - also alles andere, als für einen frisch
aufgebrühten Kaffee zu empfehlen. Unmittelbar hinter der Laguna
ragt der imposante und völlig symmetrisch geformte Vulkan
Licancabur bis auf fast 6.000 Meter in die Höhe. Auch
wenn ich`s nicht mit eigenen Augen sehen kann, ist es für mich
interessant zu lesen, daß sich in seinem Krater einer der
höchstgelegenen Seen der Welt befindet! Trotz der extremen
Bedingungen an seiner Spitze mit Temperaturen von bis zu -30°
existiert in seinem Kratersee eine Vielzahl von Lebewesen! Dieses
Vorkommen ist derart außergewöhnlich, daß sogar die NASA,
die US-amerikanische National Aeronautics and Space Administration
und das SETI-Institut (Search for
Extraterrestrial Intelligence - Suche nach außerirdischer
Intelligenz) bereits mehrere Expeditionen zum Gipfel unternommen
haben um dieses extremophile Biotop zu untersuchen. Ebenfalls
außergewöhnlich ist, daß sogar direkt am Gipfel noch Überreste von
Bauwerken aus der Inka-Zeit zu
finden sind!
![]() unterhalb des Vulkans links oben, ist die Piste noch zu erkennen, die ich vom letzten Paß zur Laguna Blanca, der Nachbarlagune der Laguna Verde, gekommen bin
![]() am späten Nachmittag peitscht der Wind das Wasser der Laguna Verde - absolut unbeeindruckt dagegen der majestätische Licancabur |
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> Ende der Lagunenroute Ende der Lagunenroute
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> es geht weiter es geht weiter... Nach dem Paso Hito
Cájon und dem Verlassen von Bolivien, erreiche ich am Paso Jama die chilenische Grenzstation.
Nach Migraciones (Einreise) und Aduana (Zoll) geht es sage und schreibe
40 Kilometer ununterbrochen bergab, bis ich mitten in der Atacama,
der trockensten Wüste der Welt, die Stadt
San Pedro de Atacama erreiche.
Bevor ich also das nächste Kapitel im Abenteuer PanAmericana aufschlage, hier ein kurzer Videoclip zum letzten Teil der Lagunenroute: Dieses Video liegt in FullHD vor demnächst weiter mit dem nächsten
Teil im Abenteuer PanAmericana
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