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Törn > Pampa > Grüne Hölle die Grüne Hölle zeigt ihre ersten Ausläufer Der erste Fahrtag führt mich
ganze 373 lange Kilometer bei strahlendem Sonnenschein quer durch
Uruguay bis kurz vor die Grenze nach Argentinien. Wie schon im
letzten Jahr kann ich meinen "Stammplatz" an der Rambla,
der Uferpromenada, von Fray Bentos
beziehen. Kaum angekommen, werde ich schon von zwei jungen Frauen
angesprochen, ob ich wohl ein Interview für "Vision-FM",
einem lokalen Radiosender geben würde. Klar kann ich nicht Nein
sagen, bekomme gleich ein Mikro an`s T-Shirt geclipst und muß
danach sogar noch für einige Fotos mit der Reporterin vor der
massiven Front des Steyr` posieren
- Abenteuer PanAmericana eben...
Am nächsten Morgen breche ich zeitig auf und denke bei der kurzen Fahrt zur uruguayisch/argentinischen Grenze mit Schmunzeln daran, wie aufgeregt ich "damals", vor mittlerweile schon 3 Jahren, genau hier bei meinem ersten Grenzübergang in Südamerika gewesen war. Dank wenig Verkehr und der inzwischen vorhandenen Routine, bin ich bereits nach weniger als einer halben Stunde durch die Migraciones und Aduanas beider Länder durch und kann auf der riesigen Brücke über den Rio Uruguay den neuen Entdeckungen entgegen sehen. Schon nach wenigen Kilometern in Argentinien lasse ich die beiden Tanks des Wanderer mit Diesel bis zum Rand füllen und bin froh, daß trotz der unfaßbaren Inflation in diesem einstmals so wohlhabenden Land, der Preis pro Liter immer noch unter 1 € liegt... Später am Nachmittag erreiche ich die Stadt Colon am Rio Uruguay und steuere den Campingplatz Piedras Coloradas direkt am Fluß an. Nach der Notreparatur meines nach fast 40 Dienstjahren heute gebrochenen Türgriffes im Fahrerhaus, kann ich wenigstens noch ausreichend das Ufer und den weitläufigen Platz entdecken... Ganz anders als in den letzten Jahren bei den Fahrten nach Süden, ist die Landschaft um mich herum keine sonnenverbrannte, ausgetrocknete Halbwüste, sondern alles strotzt nur so von feuchter Hitze und saftigem Grün, äh, und Moskitos... Die noch weiter nördlich liegenden riesigen Feucht- und Urwaldgebiete des Parque Iberá und Pantanal zeigen bereits ihre ersten Ausläufer...
Der nächste Fahrtag führt mich weiter nach
Norden, durch und vorbei an riesigen Waldgebieten und eine
hügelige Landschaft. Wenn nicht immer wieder Palmen und
Eukalyptusbäume hier stehen würden, wär`s wie eine Fahrt durch
Niederbayern! ..vorbei an Ubaya, dem
Corazon del Palmar -Palmenherz. Immer
mehr wird`s um mich herum zu einer richtigen "Grünen Hölle"...
riesige Wälder mit vor Saft strotzendem Grün...
Irgendwann weisen immer öfter Schilder neben der Ruta auf "La
Alemana" hin...und dann bin ich dort: Weitere Schilder in
altdeutscher Druckschrift und "Colonia
Alemana". Das schon etwas befremdliche Gefühl weicht
jetzt Fassungs- und Sprachlosigkeit! Tafeln, die mit deutschen
Wehrmachtskreuzen und Hinweisen auf den Kaiser versehen sind...
dann auf einmal jede Menge Puppen, gekleidet in bayrische
Lederhosen und Trachtenhüten mit Gamsbärten...
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Fahrt durch die Pampa Fahrt durch die Pampa
..dann ist es geschafft! Nach 7 Tagen Fahrt
und 2.017 Kilometern, also 288 km/d über selten richtig gute,
meistens holperige und oft krachend brutale Straßen, mit einem Steyr, der meistens auf jeder Seite der
Fahrspur nur 20 Zentimeter Platz hat, rechts oft mit tückischen
Auswaschungen des Straßenbelags, links dann die entgegenkommenden
LKW`s die mit 160 km/h (meine 80 plus deren 80) an mir
vorbeidonnern, mit Spurrillen, Bodenwellen und fiesen Löchern, die
ständige Eingriffe & Korrekturen am Lenkrad erforderlich
machen...
Ich stehe etwas außerhalb von Salta auf dem kleinen Overlander-Platz von Frank Neumann und seiner Tochter Paulina, am Fuß der Anden und mittlerweile schon auf einer Höhe von 1.473 Metern über Meereshöhe. Zur glücklichen und heilen Durchquerung des Kontinents gibt es heute zur Feier des Tages einen riesigen Topf mit frischer Linsensuppe und ohne Frank, der während eines Gesprächs sein Handy zückte und ein Bild von meinem typisch deutschen Arrangement auf meiner Stoßstange gemacht hat, hätte ich euch dieses Highlight wahrscheinlich gar nicht zeigen können... ![]() Sonnenaufgang am nächsten Morgen hinter einem der riesigen Ceibo-Bäume bei Neumann`s Place |
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bis Salta von Uruguay bis Salta2.000 Kilometer, vom Atlantik in Uruguay bis nach Salta in den argentinischen Anden - alles in gerade `mal vier Minuten! Dieses Video liegt in FullHD vor Wie
es in und ab Salta mit dem Abenteuer
PanAmerica weiter geht, folgt auf den nächsten Seiten.
Unter anderem werde ich euch ein bischen zu
Benzoylecgoninmethylester erzählen... was, kennt ihr
nicht? Vielleicht aber das Bild rechts? Immer noch nicht? Oder C17H21NO4?
Puh, darf ich das Wort überhaupt ungestraft auf einer deutschen
Webseite schreiben? Kokain? Oh weh,
jetzt habe ich`s gesagt...Bild: Wikipedia gemeinfrei |