aktuelle,
zoombare Routenkarte
des 4. Törns, Stand 21.04.2026
(neuer wird`s nicht mehr!!!) Es ist Mitte März `26 und mit Pia & Theo zusammen verbringe ich ins-gesamt zwei sehr kurzweilige Tage mit langen und sehr interessanten Ge-sprächen in der Abgeschiedenheit des Parque Nacional Los Cardones. Als sich unsere Wege dann wieder trennen, nutze ich eine Nebenpiste, den Camino de los Colorados, um einen anderen, völlig unterschiedlichen Teil im Parque zu besuchen. Hier habe ich erneut die Muße für ausgedehnte Entdeckungstouren mit Kamera und Drohne und schaffe es trotz des traumhaften Wetters sogar, einiges im GlobalWanderer zu bearbeiten. Am Montag, dem 23. März, geht die Fahrt dann langsam weiter in Richtung des nächsten, größeren Zwischenziels, der Stadt Salta, auf meinem Rückweg auf die andere Seite des Kontinents. |
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> Los Cardones > Parque Parque Nacional Los Cardones..natürlich sitzen Pia, Theo & ich
nicht den gesamten Tag auf unseren Hintern und versuchen, Lösungen
zur Rettung unserer Welt zu entwickeln, sondern ich gönne mir auch
immer wieder lange Auszeiten um mit Kamera und Drohne vielleicht
doch noch einen Puma vor die Linse zu bekommen. Leider
vergeblich... zum Glück sind dabei aber zumindest noch ein paar
ansehnliche Bilder der bunten Felslandschaft mit ihrem Bestand an
Cardones Grandes entstanden, die ich
euch an dieser Stelle nicht vorenthalten will.
![]() wehrhafte Kaktee in der farbigen Welt aus Felsen
![]() auf Entdeckungstour im Parque Nacional Los Cardones Heute, am zweiten Tag im Nationalpark
ziehen, wie bisher jeden Tag seit ich in der argentinischen Puna bin, am Nachmittag immer mehr
Wolken an der jetzt sehr nahen, letzten Andenkette nach Osten,
also aus Richtung des Landesinneren des Kontinents, auf. Gegen
Abend jedoch bildet sich über den Bergen wieder einmal eine
gewaltige, ortsfeste Superzelle in
den Scher-winden aus und nach Einbruch der Dunkelheit beginnt ein
beeindruckendes Schauspiel aus grellen Blitzen in und aus der
riesigen Wolke. Bei dem Unheil, das sich dort entlädt, können wir
froh in unserer sicheren Entfernung sein...
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![]() in der ortsfesten, riesigen Gewitterzelle entladen sich ununterbrochen gewaltige Blitze |
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Heute, am Mittwoch, dem 18. März `26,
fahren Pia & Theo auf ihrer Tour wieder weiter. Nach unserer
herzlichen Verabschiedung freue ich mich zwar über die unfaßbare
Stille an diesem abgeschiedenen Ort, erwische mich aber doch
dabei, mich ungewohnt allein zu fühlen! Das beste Mittel gegen
aufkommende Wehmut ist jetzt wieder ein langer und weiter Ausflug
in die weitläufige Landschaft aus roten, schroffen Felsen und
stacheligen Riesenkakteen. Auch hier ist die Stille um mich herum
fast greifbar und gleichzeitig auch faszinierend und wunderschön
in dieser exotischen Umgebung, dass ich sie in vollen Zügen
genießen und aufnehmen kann. Wieder wird mir bewußt, was das für
ein Privileg ist, diese außergewöhnliche Welt um mich herum in
dieser Intensität wahrnehmen zu können. Natürlich schleicht sich
jetzt auch immer öfter der Gedanke in den Kopf, dass es auch
langsam der Abschied aus den Anden ist und umso intensiver
versuche ich, die Stille, Friedlichkeit und Schönheit dieser Welt
in mir aufzunehmen.
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> Los Cardones > Camino de los
Colorados Camino de los ColoradosDonnerstag, der 19. März ´26, schon am
frühen Morgen verlasse ich den Yacoraite,
den Stellplatz im Park mit seinen 2.888 Metern und ich muß daran
denken, dass ich auf diesem Törn niemals mehr diese Höhe erreichen
werde! Von nun an geht`s leider nur noch bergab...
Mein neues Ziel ist der Camino de los Colorados, eine weitere Piste im Nationalpark, die sich ihren Namen durch ihre auffallenden Farben gemacht hat. Ich werde wahrlich nicht enttäuscht und fahre schon bald wieder durch eine beeindruckende und spektakuläre Felsenlandschaft, die durch die eingeschlossenen Mineralien in allen vorstellbaren Gelb- und Rottönen leuchtet. Nach weniger als einer Stunde Fahrt habe ich meinen neuen Stellplatz gefunden. Er liegt zwar nur wenige Meter abseits der Piste, aber bei einem Fahrzeug pro Stunde und spätestens bei Einbruch der Dämmerung über-haupt keinem Fahrzeug mehr, kann ich mehr als gut damit leben. Auch meine Kalkulation war zutreffend: Ich habe weitere 160 Höhenmeter verloren und stehe nur noch auf 2.730 Metern über dem Meeresspiegel...
Schon bald nach meiner Ankunft mache ich
dann die erste Entdeckungstour in meiner neuen Umgebung und komme
aus meiner Begeisterung nicht mehr heraus! In völliger
Abgeschiedenheit und Stille wandere ich durch ein ausgetrocknetes
Bachbett immer weiter in die Welt aus Kakteen und Felsen...
![]() der Wanderer in der farbigen Bergwelt am Camino de Los Colorados Da der GlobalWanderer
nicht nur für euch, meine Leserschaft entsteht, sondern
auch mein persönliches, bebildertes Tagebuch ist, kann ich
natürlich nicht nur Abenteuergeschichten und bunte
Postkartenbilder zeigen, sondern schreibe auch über die kleinen
und großen Tritte in den Hintern, die mir das Leben manchmal
verpaßt...
Draußen legt sich bereits die Dunkelheit über die Welt und während mein Essen auf dem Herd steht, nehme ich auf einmal einen leichten Gasgeruch wahr! Sofort schaue ich zu meinem Topf - und sehe nichts! Das Gas ist aus... So etwas kann schon `mal passieren, vor allem, wenn starker Wind pfeffert und ich noch Fenster und Tür geöffnet habe. Dann kann die Flamme aus-geblasen werden und es strömt noch für einige Sekunden Gas nach, bis der Gaswächter die Zufuhr abregelt - also nichts dramatisches. Nur läßt sich das Gas nicht mehr einschalten und das ist weniger als angenehm! Kurzes Nach-rechnen im Kopf und die Antwort liegt auf der Hand: 7 Monate hat die Flasche bereits ihren Job verrichtet und jetzt wird sie leer sein...
Saublöd wird nur der anstehende Flaschen-wechsel in völliger
Dunkelheit. Ich sitze unter dem Heck des Wanderer
und muß die leere Flasche von der Leitung und allen
Arre-tierungen lösen, wäh-rend mir der Staub der letzten 10.000
Kilometer auf den Körper rieselt. Dann die 2. Flasche, voll
gefüllt und damit bei Arbeiten über Kopf einfach sauschwer, an
ihren Platz wuchten und anschließen. Der Rest bleibt stehen und
liegen... Arbeit für Morgen, im Hellen...Also zurück ins Fahrzeug und das Gas wieder angestellt... aber es folgt nur ein unregelmäßiges Fauchen und Zischen sowie eine Flamme, die sich beim nächsten Druckstoß selbst wieder ausbläst! SCH...! Der Druckminderer muß kaputt sein... Für die Nicht-WoMo-Erfahrenen: Eine Gasflasche ist mit Flüssiggas gefüllt, welches im Betrieb verdampft und als Gas den Herd erreicht. Damit nicht, je nach Außentemperatur, Füllstand der Flasche und Gaszusammensetzung, jeden Tag unterschiedliche Drücke den/die Verbraucher erreichen, wird der in der Flasche entstehende Gasdruck durch einen Druckminderer direkt am Ventil auf einen definierten Druck gesenkt... und das Teil hat`s anscheinend zerrissen! Auch dazu sickert jetzt langsam die Erkenntnis ins Bewußtsein: Diese Teile altern! Besonders nach rund 8 Jahren Betrieb, davon allein vier Monate in der Sahara Afrikas, vier Jahre in Südamerika und dann der Druckstoß beim Öffnen der neuen Flasche... und, ein Ersatzgerät habe ich nicht dabei! Also kein warmes Essen heute Abend... Meine einzige Chance am nächsten Morgen ist der Versuch einer "Not-reparatur": Flasche wieder verschließen, anschließend das Gas aus den Leitungen ausströmen lassen und warten... lange warten, damit sich der Druckminderer vielleicht wieder "setzen" kann. Nach einer Stunde wieder unter`s Heck kriechen und das Flaschenventil nicht millimeterweise, sondern mikrometerweise wieder öffnen. Auf dem Bild links (beim Bau des Wanderer war alles nagelneu und herrlich sauber...) ist der Druckminderer als silbernes Teil oben, über der Flasche, zu erkennen. Dann der Test am Gasherd und ich habe zumindest einen Teilerfolg: Die Druckstöße sind jetzt spürbar geringer geworden, der Herd brennt zwar nur ganz schwach, aber zumindest halbwegs beständig. Nachdem ich wenigstens meinen Morgenkaffee kochen konnte, wiederhole ich diese Prozedur am Vormittag noch zwei Mal. Jedesmal wurde es etwas besser, so dass ich wenigstens wieder beständig kochen konnte. Übrigens: Nach vielleicht 5 Tagen hat sich der alte Druckminderer in winzigen Schritten wieder vollkommen "gefangen" und verrichtete seinen Dienst bis zum Ende dieses 4. Törns ohne weitere Aussetzer! |
![]() vor mir türmen sich die 5.000-er der Anden in die Höhe
![]() ..hier noch einmal zusammen mit Cardones
![]()
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> Los Cardones > weiter es geht weiter.....weiter dem Ende dieses 4. Törns im Abenteuer PanAmericana entgegen... Nach
diesen letzten Tagen im Parque Nacional Los
Cardones. in Höhen von knapp unter 3.000 beginnt jetzt
der Abschied aus den Anden mit der Rückfahrt über den Camino
de los Coloradas zur Recta del Tin
Tin. Dort folge ich weiter der Straße nach Osten, in
Richtung der Stadt Salta.
Vorher natürlich noch das Video mit den Eindrücken der Tagen im Parque Nacional Los Cardones. Auf der letzten Seite, der Fahrt zum Los Cardones habe ich euch ja während der fünftägigen Fahrt ausschließlich mit ins Fahrerhaus genommen - bei dieser 2. Seite zum Nationalpark ist nur ein Fahrabschnitt dabei, dafür könnt ihr mit auf der Drohne sitzen und einige schöne Aussichten genießen... Dieses Video liegt in FullHD vor hier geht`s demnächst weiter mit
der Fahrt nach Salta
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