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Parque Nacional Los Cardones

Routenkarte-2025-12-31aktuelle, zoombare Routenkarte des 4. Törns, Stand 21.04.2026 (neuer wird`s nicht mehr!!!)

Es ist Mitte März `26 und mit Pia & Theo zusammen verbringe ich ins-gesamt zwei sehr kurzweilige Tage mit langen und sehr interessanten Ge-sprächen in der Abgeschiedenheit des Parque Nacional Los Cardones. Als sich unsere Wege dann wieder trennen, nutze ich eine Nebenpiste, den Camino de los Colorados, um einen anderen, völlig unterschiedlichen Teil im Parque zu besuchen. Hier habe ich erneut die Muße für ausgedehnte Entdeckungstouren mit Kamera und Drohne und schaffe es trotz des traumhaften Wetters sogar, einiges im GlobalWanderer zu bearbeiten.
    Am Montag, dem 23. März, geht die Fahrt dann langsam weiter in Richtung des nächsten, größeren Zwischenziels, der Stadt Salta, auf meinem Rückweg auf die andere Seite des Kontinents.

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Parque Nacional Los Cardones

..natürlich sitzen Pia, Theo & ich nicht den gesamten Tag auf unseren Hintern und versuchen, Lösungen zur Rettung unserer Welt zu entwickeln, sondern ich gönne mir auch immer wieder lange Auszeiten um mit Kamera und Drohne vielleicht doch noch einen Puma vor die Linse zu bekommen. Leider vergeblich... zum Glück sind dabei aber zumindest noch ein paar ansehnliche Bilder der bunten Felslandschaft mit ihrem Bestand an Cardones Grandes entstanden, die ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten will.

unser Stellplatz im Parque Nacional Los Cardones
unser Stellplatz im Parque Nacional Los Cardones

mal nicht beim Kartoffelschälen,
                        sondern ganz entspannt im Hier & Jetzt...
mal nicht beim Kartoffelschälen, sondern ganz entspannt im Hier & Jetzt...
direkt neben unserem Stellplatz beginnt die Wildnis aus Felsen und Cardones im Parque
direkt neben unserem Stellplatz beginnt die Wildnis aus Felsen und Cardones im Parque

Cardones vor den Bergen
Cardones vor den Bergen

wehrhafte Kaktee in der farbigen Welt aus Felsen
wehrhafte Kaktee in der farbigen Welt aus Felsen

Parque Nacional Los Cardones
Parque Nacional Los Cardones

Los Cardones
  Los Cardones

weites Land im Parque
weites Land im Parque

auf Entdeckungstour im Parque Nacional Los Cardones
auf Entdeckungstour im Parque Nacional Los Cardones

Heute, am zweiten Tag im Nationalpark ziehen, wie bisher jeden Tag seit ich in der argentinischen Puna bin, am Nachmittag immer mehr Wolken an der jetzt sehr nahen, letzten Andenkette nach Osten, also aus Richtung des Landesinneren des Kontinents, auf. Gegen Abend jedoch bildet sich über den Bergen wieder einmal eine gewaltige, ortsfeste Superzelle in den Scher-winden aus und nach Einbruch der Dunkelheit beginnt ein beeindruckendes Schauspiel aus grellen Blitzen in und aus der riesigen Wolke. Bei dem Unheil, das sich dort entlädt, können wir froh in unserer sicheren Entfernung sein...

die aufziehenden Wolken kriechen über die Berge im Osten
die aufziehenden Wolken kriechen über die Berge im Osten

..und werden langsam dichter...
..und werden langsam dichter...

in der ortsfesten, riesigen Gewitterzelle entladen sich ununterbrochen gewaltige Blitze
in der ortsfesten, riesigen Gewitterzelle entladen sich ununterbrochen gewaltige Blitze

Heute, am Mittwoch, dem 18. März `26, fahren Pia & Theo auf ihrer Tour wieder weiter. Nach unserer herzlichen Verabschiedung freue ich mich zwar über die unfaßbare Stille an diesem abgeschiedenen Ort, erwische mich aber doch dabei, mich ungewohnt allein zu fühlen! Das beste Mittel gegen aufkommende Wehmut ist jetzt wieder ein langer und weiter Ausflug in die weitläufige Landschaft aus roten, schroffen Felsen und stacheligen Riesenkakteen. Auch hier ist die Stille um mich herum fast greifbar und gleichzeitig auch faszinierend und wunderschön in dieser exotischen Umgebung, dass ich sie in vollen Zügen genießen und aufnehmen kann. Wieder wird mir bewußt, was das für ein Privileg ist, diese außergewöhnliche Welt um mich herum in dieser Intensität wahrnehmen zu können. Natürlich schleicht sich jetzt auch immer öfter der Gedanke in den Kopf, dass es auch langsam der Abschied aus den Anden ist und umso intensiver versuche ich, die Stille, Friedlichkeit und Schönheit dieser Welt in mir aufzunehmen.

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Camino de los Colorados

Donnerstag, der 19. März ´26, schon am frühen Morgen verlasse ich den Yacoraite, den Stellplatz im Park mit seinen 2.888 Metern und ich muß daran denken, dass ich auf diesem Törn niemals mehr diese Höhe erreichen werde! Von nun an geht`s leider nur noch bergab...
    Mein neues Ziel ist der Camino de los Colorados, eine weitere Piste im Nationalpark, die sich ihren Namen durch ihre auffallenden Farben gemacht hat. Ich werde wahrlich nicht enttäuscht und fahre schon bald wieder durch eine beeindruckende und spektakuläre Felsenlandschaft, die durch die eingeschlossenen Mineralien in allen vorstellbaren Gelb- und Rottönen leuchtet.
    Nach weniger als einer Stunde Fahrt habe ich meinen neuen Stellplatz gefunden. Er liegt zwar nur wenige Meter abseits der Piste, aber bei einem Fahrzeug pro Stunde und spätestens bei Einbruch der Dämmerung über-haupt keinem Fahrzeug mehr, kann ich mehr als gut damit leben. Auch meine Kalkulation war zutreffend: Ich habe weitere 160 Höhenmeter verloren und stehe nur noch auf 2.730 Metern über dem Meeresspiegel...

der Camino de los Colorados schlängelt
                      sich durch den Parque Nacional Los Cardones
der Camino de los Colorados schlängelt sich durch den Parque Nacional Los Cardones

auf dem Camino de los Colorados
auf dem Camino de los Colorados
mein neuer Stellplatz am Camino
                      de los Colorados
mein neuer Stellplatz am Camino de los Colorados

mein neuer Stellplatz aus der Vogelperspektive
mein neuer Stellplatz aus der Vogelperspektive

Schon bald nach meiner Ankunft mache ich dann die erste Entdeckungstour in meiner neuen Umgebung und komme aus meiner Begeisterung nicht mehr heraus! In völliger Abgeschiedenheit und Stille wandere ich durch ein ausgetrocknetes Bachbett immer weiter in die Welt aus Kakteen und Felsen...

der Wanderer in der farbigen Bergwelt am Camino de Los Colorados
der Wanderer in der farbigen Bergwelt am Camino de Los Colorados

Da der GlobalWanderer nicht nur für euch, meine Leserschaft entsteht, sondern auch mein persönliches, bebildertes Tagebuch ist, kann ich natürlich nicht nur Abenteuergeschichten und bunte Postkartenbilder zeigen, sondern schreibe auch über die kleinen und großen Tritte in den Hintern, die mir das Leben manchmal verpaßt...
    Draußen legt sich bereits die Dunkelheit über die Welt und während mein Essen auf dem Herd steht, nehme ich auf einmal einen leichten Gasgeruch wahr! Sofort schaue ich zu meinem Topf - und sehe nichts! Das Gas ist aus... So etwas kann schon `mal passieren, vor allem, wenn starker Wind pfeffert und ich noch Fenster und Tür geöffnet habe. Dann kann die Flamme aus-geblasen werden und es strömt noch für einige Sekunden Gas nach, bis der Gaswächter die Zufuhr abregelt - also nichts dramatisches. Nur läßt sich das Gas nicht mehr einschalten und das ist weniger als angenehm! Kurzes Nach-rechnen im Kopf und die Antwort liegt auf der Hand: 7 Monate hat die Flasche bereits ihren Job verrichtet und jetzt wird sie leer sein...
Gasflasche mit Druckminderer unter dem Wanderer Saublöd wird nur der anstehende Flaschen-wechsel in völliger Dunkelheit. Ich sitze unter dem Heck des Wanderer und muß die leere Flasche von der Leitung und allen Arre-tierungen lösen, wäh-rend mir der Staub der letzten 10.000 Kilometer auf den Körper rieselt. Dann die 2. Flasche, voll gefüllt und damit bei Arbeiten über Kopf einfach sauschwer, an ihren Platz wuchten und anschließen. Der Rest bleibt stehen und liegen... Arbeit für Morgen, im Hellen...
    Also zurück ins Fahrzeug und das Gas wieder angestellt... aber es folgt nur ein unregelmäßiges Fauchen und Zischen sowie eine Flamme, die sich beim nächsten Druckstoß selbst wieder ausbläst! SCH...! Der Druckminderer muß kaputt sein... Für die Nicht-WoMo-Erfahrenen: Eine Gasflasche ist mit Flüssiggas gefüllt, welches im Betrieb verdampft und als Gas den Herd erreicht. Damit nicht, je nach Außentemperatur, Füllstand der Flasche und Gaszusammensetzung, jeden Tag unterschiedliche Drücke den/die Verbraucher erreichen, wird der in der Flasche entstehende Gasdruck durch einen Druckminderer direkt am Ventil auf einen definierten Druck gesenkt... und das Teil hat`s anscheinend zerrissen! Auch dazu sickert jetzt langsam die Erkenntnis ins Bewußtsein: Diese Teile altern! Besonders nach rund 8 Jahren Betrieb, davon allein vier Monate in der Sahara Afrikas, vier Jahre in Südamerika und dann der Druckstoß beim Öffnen der neuen Flasche... und, ein Ersatzgerät habe ich nicht dabei! Also kein warmes Essen heute Abend...
    Meine einzige Chance am nächsten Morgen ist der Versuch einer "Not-reparatur": Flasche wieder verschließen, anschließend das Gas aus den Leitungen ausströmen lassen und warten... lange warten, damit sich der Druckminderer vielleicht wieder "setzen" kann. Nach einer Stunde wieder unter`s Heck kriechen und das Flaschenventil nicht millimeterweise, sondern mikrometerweise wieder öffnen. Auf dem Bild links (beim Bau des Wanderer war alles nagelneu und herrlich sauber...) ist der Druckminderer als silbernes Teil oben, über der Flasche, zu erkennen.
    Dann der Test am Gasherd und ich habe zumindest einen Teilerfolg: Die Druckstöße sind jetzt spürbar geringer geworden, der Herd brennt zwar nur ganz schwach, aber zumindest halbwegs beständig. Nachdem ich wenigstens meinen Morgenkaffee kochen konnte, wiederhole ich diese Prozedur am Vormittag noch zwei Mal. Jedesmal wurde es etwas besser, so dass ich wenigstens wieder beständig kochen konnte.
    Übrigens: Nach vielleicht 5 Tagen hat sich der alte Druckminderer in winzigen Schritten wieder vollkommen "gefangen" und verrichtete seinen Dienst bis zum Ende dieses 4. Törns ohne weitere Aussetzer!


mein 'Schattenbaum' zum Lesen direkt
                      hinter meinem Stellplatz
mein 'Schattenbaum' zum Lesen direkt hinter meinem Stellplatz

Stillleben am Wanderer
Stillleben am Wanderer

vor mir türmen sich die 5.000-er der Anden in die Höhe
vor mir türmen sich die 5.000-er der Anden in die Höhe

Licht & Schatten an den steilen
                      Felsen
Licht & Schatten an den steilen Felsen

skurrile Schöpfungen bei der Wanderung
                        entlang der Flußbetten
skurrile Schöpfungen bei der Wanderung entlang der Flußbetten

..hier noch einmal zusammen mit Cardones
..hier noch einmal zusammen mit Cardones








ein ausgetrockneter Bachlauf, dem ich lange Zeit gefolgt bin, endet hier an den Felswänden
ein ausgetrockneter Bachlauf, dem ich lange Zeit gefolgt bin, endet hier an den Felswänden





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es geht weiter...

..weiter dem Ende dieses 4. Törns im Abenteuer PanAmericana entgegen... Nach diesen letzten Tagen im Parque Nacional Los Cardones. in Höhen von knapp unter 3.000 beginnt jetzt der Abschied aus den Anden mit der Rückfahrt über den Camino de los Coloradas zur Recta del Tin Tin. Dort folge ich weiter der Straße nach Osten, in Richtung der Stadt Salta.
    Vorher natürlich noch das Video mit den Eindrücken der Tagen im Parque Nacional Los Cardones. Auf der letzten Seite, der Fahrt zum Los Cardones habe ich euch ja während der fünftägigen Fahrt ausschließlich mit ins Fahrerhaus genommen - bei dieser 2. Seite zum Nationalpark ist nur ein Fahrabschnitt dabei, dafür könnt ihr mit auf der Drohne sitzen und einige schöne Aussichten genießen...

Dieses Video liegt in FullHD vor
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hier geht`s demnächst weiter mit der Fahrt nach Salta