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Parque Nacional Los Cardones

Routenkarte-2025-12-31aktuelle, zoombare Routenkarte des 4. Törns, Stand 21.03.2026 (oder neuer)

Es ist Mitte März `26 und mit meiner Abfahrt vom schwarzen Vólcan Carachi Pampa, ist es jetzt auch leider der erste Schritt auf den Rückweg durch den südamerikanischen Kontinent und weiter nach Deutschland.
    Auch wenn ich mir für die nächsten Etappen noch einige interessante Zwischenziele ausgesucht habe, heißt es jetzt auch ganz langsam Abschied nehmen von den Anden! Es wird nie mehr so hoch wie in den letzten Wochen und Monaten, auch wenn dieser erste Schritt, bis zur Stadt Salta, noch mehrere hundert Kilometer und etliche Tage dauern wird...

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Fahrt nach Los Cardones

Donnerstag, der 12. März `26, nachdem ich die Lavafelder des Carachi Pampa hinter mir gelassen habe, liegen nur noch die wenigen Kilometer auf der gut gepflegten Minenpiste vor mir, bevor ich die Straße nach El Peñón erreiche und damit für lange Zeit endlich wieder festen Asphalt unter den Rädern habe. Nach dem steilen Anstieg hinter dem Ort, folgen die beiden 4.000-er Pässe, die ich schon bei der Anfahrt zu den Piedra Pómez über-winden mußte. Erst spät am Nachmittag erreiche ich die Ruta Cuarenta und damit mein ersehntes Ziel für den heutigen Tag, den städtischen Camping-platz in dem winzigen Nest San Fernando Norte. Leider nur ist für die Süd-amerikaner die Saison nur von Weihnachten bis Februar, dann beginnt für diese winzigen Orte für lange neun Monate der "touristische Winterschlaf"! Mit anderen Worten: Das Tor des Camping Municipal ist bereits verrammelt und kein Mensch befindet sich mehr hier... Nach sechseinhalb Stunden Fahrt im Wanderer und zwei massiven Andenpässen bin ich jedoch am Ende meiner Kräfte und nach einer Alternative habe ich schon die letzten 50 Kilometer vergeblich Ausschau gehalten.
mein einsamer Stellplatz auf dem bereits geschlossenen CP Municipal in San Fernando Norte    Auch wenn die Uhren in Südamerika anders ticken als in Europa, hat es aber auch jede Menge Vorteile: Das Eingangstor ist zwar mit einer Kette verriegelt, nicht aber abge-schlossen. Nach kurzer Zeit bin ich also durch und habe mich selbst als einzigem Gast auf dem klei-nen, sehr schönen und gemüt-lichen Platz, einquartiert. Als ich mich danach auf einer Bank er-schöpft in die Sonne setze, sehe ich, dass meine "Nachbarschaft", alle 10 Minuten `mal ein vorbeifahrendes Auto oder Moped, schon mitbekommen hat, dass ich ich mit dem riesigen Wanderer auf dem kleinen Platz stehe... aber kein Sheriff oder verbitterter Beamter des städtischen Ordnungsamtes stört meine Ruhe. Am nächsten Morgen lerne ich sogar Mathias, den Verwalter des Platzes bei den Vorbereitungen, den Platz "winterfest" zu machen, kennen und sein einziger Kommentar zu meiner Selbsteinweisung auf dem Camping-platz sind ein offenes Lachen und "no problema"...

nach den zwei Pässen steuere ich
                      auf die Dunas de Randolfo zu
nach den zwei Pässen steuere ich auf die Dunas de Randolfo zu

imposante Felslandschaft bei Villa
                          Vil
imposante Felslandschaft bei Villa Vil

Am nächsten Morgen geht`s wieder auf die Ruta Cuarenta, die RN40, die ich in den jetzten Jahren über hunderte, wenn nicht tausende von Kilometern schon lieben und hassen gelernt habe! Heute ist sie wieder schnurgerade, wie mit dem Linieal gezogen und über zig Kilometer rumpel ich über sie durch eine liebliche Landschaft, in der jetzt immer öfter die riesigen, südamerika-nischen Säulenkakteen, die Cardón Grande, wie die mexikanischen Saguaros, an mir vorbei ziehen. ..und sie, die Cuarenta, ist total frei. Erst nach über einer Stunde überholt mich das erste Auto! Alle 10 Kilometer sehe ich `mal einen Esel, dann ein oder zwei Pferde, weitere 10 Kilometer später `mal ein paar Rinder... Die können auch gerne `mal mitten auf der Ruta stehen und stören sich einen feuchten Kehrricht daran, wenn ich dann im Schritt-tempo an ihnen vorbeifahre..
    Dann, urplötzlich, ändert sich alles! Die schöne und gerade 40 zieht sich auf die halbe Breite zusammen und quält sich kurvig und in ständigem Auf & Ab durch einen kleinen Ort. Bäume ragen mit ihren tiefhängenden Ästen weit in die Fahrbahn hinein und immer wieder knallt und knackt es, wenn ich wieder einmal nicht ausweichen kann und trotz nur noch 20 - 30 km/h, einer der Äste am Aufbau, den Fenstern oder das Dach entlang schabt und ich weiß, dass ich heute wieder neue "Kampfspuren" auf der Oberfläche sammeln werde...
    Mit jedem weiteren Kilometer ändert sich auch die Landschaft. Die Berge rechts und links sind inzwischen bis zum Horizont zurück gewichen und ich fahre durch ein unendlich weites Tal, in dem sich eine riesige Bodega, Weingut, an das nächste reiht, je näher ich der größeren Stadt Cafayate komme.
    Selbst hier erwartet mich nach über 200 langen Kilometern wieder eine Enttäuschung - auch hier ist der Camping Municipal verrammelt und das große, eiserne Tor ist diesmal auch verschlossen! SCH...!!!
     Es hilft nichts, ich muß in der Hoffnung weiter fahren, außerhalb der Stadt irgendwo einen ruhigen Stellplatz für den restlichen Nachmittag und die Nacht zu finden. Kurz nach dem Ortsende macht die Cuarenta ihrem Ruf dann wieder alle Ehre: "Fin Pavimento" - Ende des Asphalts... und die 40 wird wieder einmal zu einer Wellblechpiste der grausamsten Art!
    Irgendwann taucht parallel zur Ruta der Rio Calchaqui auf. Als ich ein ausgetrocknetes Flußbett queren muß, welches weiter hinunter zum Rio verläuft, sehe ich meine Chance und steuere mit dem Wanderer einfach hinein. Über kopfgroße Flußsteine rumpel ich zwei- bis dreihundert Meter auf den Calchaqui zu, bis neben meinem Flußbett dann ebene Flächen aus sedimentiertem Sand auftauchen. Hinter einem großen Felsen finde ich  meinen Platz - sicht- und lärmgeschützt von der Cuarenta, umgeben von grünen Büschen, kleinen Kakteen, Libellen und den geliebten, grünen Loros (kleine Papageienart). Wieder einmal bin ich stolz und kann meinem Bauchgefühl, na ja, nach 4 Jahren in Südamerika auch ein wenig meinem durch viele Erfahrungen geübtem Blick, nur gratulieren...

hinter dem gegenüber liegenden Ufer des Calchaqui werden die Berge im Licht der untergehende Sonne tiefrot
hinter dem gegenüber liegenden Ufer des Calchaqui werden die Berge im Licht der untergehende Sonne tiefrot

am nächsten Morgen erstrahlt mein Stellplatz wieder unter einem blauen Himmel
am nächsten Morgen erstrahlt mein Stellplatz wieder unter einem blauen Himmel

Samstag, 14. März `26, neuer Tag, neues Glück... Während gestern Abend die schweren Wolken über den gegenüberliegenden Bergen in heftigem Wetter-leuchten gedroht haben, strahlt jetzt wieder ein makelloser, blauer Himmel über mir. Schon früh am Morgen breche ich mit dem Wanderer wieder auf und nach einigen Kilometern auf der immer noch grausamen Cuarenta, muß ich noch mehr über mein Bauchgefühl grinsen, als gestern Nachmittag! Ich fahre an einem iOverlanderApp und Online-Datenbank für Overlander mit Infos zu Campingplätzen, Stellplätzen, Tankstellen, Werkstätten usw.-Wegpunkt vorbei, der gestern, wenn ich nicht so erschöpft gewesen wäre, mein nächstes Ausweichziel geworden wäre... wäre, wenn er denn noch existieren würde! Eine Sturzflut bei der letzten Schnee-schmelze hat die Piste zu diesem Punkt weggespült und nur noch zwei Meter tiefe Furchen hinterlassen...!
    Nach einer ganzen Zeit der Eintönigkeit auf dem grausamen Wellblech der Cuarenta, wird die Piste jetzt mit jedem weiteren Kilometer langsam sandiger und damit etwas besser... und spektakulärer! Kleine hölzerne Schilder kommentieren die immer beeindruckender werdende Felsenlandschaft durch die ich jetzt fahre. Rund um das Örtchen Angastaco, nicht mehr als eine winzige Ansammlung einzelner, verstreuter Häuser, windet sich die Cuarenta durch die Piedras Pintada und die Quebrada de las Flechas, spektakuläre und bizarre Felslandschaften, die durch die enthaltenen Eisenmineralien wieder in verschiedensten Rot-, Gelb- und Brauntönen in der Sonne leuchten.
    Wieder einmal kann ich nicht glauben, wie die Cuarenta mit ihren 5.200 Kilometern Länge, die vom äußersten Süden Argentiniens, der Tierra del Fuego, Feuerland, bis zur bolivianischen Grenze im Norden verläuft, aus einer "transkontinentalen" Nationalstraße, zu so einer engen und sandigen Piste wird und dabei derart unwirkliche Landschaften durchquert.

die beeindruckenden Felsnadeln bei
                      Angastaco
die beeindruckenden Felsnadeln bei Angastaco

die 'transkontinentale' Nationalstraße 40, windet sich als enge und sandige Piste durch die Felsen
die 'transkontinentale' Nationalstraße 40, windet sich als enge und sandige Piste durch die Felsen

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der Felslandschaft bei Angastaco
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Cardón Grande
Cardón Grande
Später am Nachmittag erreiche ich erneut den Rio Calcha-qui nahe dem Ort Molinos und finde diesmal ohne Quälerei einen traumhaften Stellplatz inmitten der großen Cardónes Grandes, der südamerikanischen Version der mexikanischen Saguaros. Ganz anders als gestern, am Rand der totalen Erschöpfung und in einer weitgehend nichtssagenden Landschaft, stehe ich hier abseits der Piste in einer tollen Umgebung und starte sofort nach meiner Ankunft zu einem ersten Fotorundgang

mein neuer Stellplatz am Rio
                                Calchaqui
mein neuer Stellplatz am Rio Calchaqui

..und meine riesigen Nachbarn am Stellplatz
..und meine riesigen Nachbarn am Stellplatz


Am nächsten Vormittag bin ich auf die dumme Idee gekommen, die Arme des Rio Calchaqui zu durchqueren um "zu schauen, was wohl auf der anderen Seite ist". Allerdings haben sich anscheinend Millionen von Stechfliegen - Pferdebremsen - blinden Kuckuck`s zu einem Flashmob zusammengefunden und fallen sofort bei der Annäherung an den Fluß über mich her. Nachdem ich gestern schon erste Begegnungen mit dieser Plage der Natur gemacht hatte, habe ich heute in weiser Voraussicht meine Arme & Beine gut mit Autan eingerieben... nur hat das diese Quälgeister nicht im mindesten davon abgehalten, mich als willkommenen Mittagssnack zu betrachten und über mich herzufallen! Wie die Windmühlenflügel von Don Quichotte habe ich mit den Armen gerudert um die Schweinepriester davon abzuhalten, auf mir zu landen - es wurde ein Spießrutenlauf!
    Damit nicht genug! Nach der Durchquerung der Flußarme waren meine Schuhe nicht nur triefend naß, sondern auch, neben meinen Füßen, mit Sand, Sediment und kleinen Steinchen geflutet! Jetzt wurde jeder einzelne Schritt zu einer zusätzlichen, stechenden Qual und irgendwie habe ich dabei die Lust auf weitere Entdeckungen verloren... Es gab nur eine Rettung: Zurück und weitere Entdeckungstouren lieber auf meiner Landseite machen...
    Dafür wurde ich später am Abend bei milden Temperaturen, Windstille und absoluter Bewegungs- und Lautlosigkeit wieder mit der Sicht auf die atemberaubende Milchstraße belohnt. Obwohl ich das Privileg habe, diesen Anblick seit Monaten zu erleben, wird es niemals langweilig und es ist einfach ehrfurchtgebietend, dieses riesige Band aus mehreren hundert Milliarden Sternen über mir zu sehen.

..die 'andere Seite' - noch mehr Kakteen
                      und noch mehr Landschaft...
..die 'andere Seite' - noch mehr Kakteen und noch mehr Landschaft...

von der anderen Seite ist mein Wanderer wieder so klein wie ein Matchbox-Auto
von der anderen Seite ist mein Wanderer wieder so klein wie ein Matchbox-Auto

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Recta del Tin Tin

Am Montag, dem 16. März `26, vertraue ich mich wieder der rumpeligen Cuarenta an, die sich jetzt in ständigem Auf & Ab und ununterbrochenen, engsten und uneinsehbaren Kurven durch die Landschaft schlängelt. In der kleinen Stadt Cachi kann ich meine Vorräte wieder etwas ergänzen und danach erwartet mich sogar wieder eine asphaltierte Ruta, zwar mit unend-lichen Schlaglöchern gespickt, aber damit immer noch besser als jegliches Wellblech. Kurz hinter dem Ort Payogasta verlasse ich die RN40, die Cuarenta, endgültig und werde sie für lange, lange Zeit nicht mehr genießen können. Ich biege zu meinem Ziel, dem Parque Nacional Los Cardones auf die Ruta Provicial 33 ab und bin vollkommen überrascht, dass mich hier eine perfekt und makellos geteerte Straße erwartet - ganz im Gegensatz zur Nationalstraße, der Cuarenta...
    Schon bald darauf geht es jetzt wieder in beeindruckender Steigung und langgezogenen Serpentinen bergauf, während sich um mich herum immer mehr der 10 – 12 Meter hohen  Kandelaberkakteen, die Cardónes Grandes, in den Himmel recken.

auf der Ruta Provicial 33 in den Nationalpark
auf der Ruta Provicial 33 in den Nationalpark

immer mehr der riesigen Kakteen
                        tauchen um mich herum auf
immer mehr der riesigen Kakteen tauchen um mich herum auf

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der Ruta Provicial 33 (ganz links und rechts außen zu erkennen) im Nationalpark Los Cardones
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gefaltete und farbige Berghänge sowie die riesigen Kakteen ziehen an mir vorbei
gefaltete und farbige Berghänge sowie die riesigen Kakteen ziehen an mir vorbei


Dann hat die Ruta nicht nur ihre größte Höhe erreicht und fällt wieder langsam ab, sie wird auch über fast 20 Kilometer hinweg absolut schnurgerade und verläuft dabei durch den Parque Nacional Los Cardones. Die An- und Aussicht dieses vollkommen geraden Striches in der Hochlandschaft der argentinischen Puna auf 3.000 Meter Höhe, ist dabei so außergewöhnlich, daß dieser Abschnitt der Ruta 33 sogar einen eigenen Namen bekommen hat - Recta del Tin Tin. Über die wahre Bedeutung und Herkunft dieses Namens ist man sich jedoch nicht wirklich im Klaren. Das spanische Recta steht zumindest für eine Gerade, während das Tin Tin möglicherweise für ein Klingelgeräusch steht, das klappernde Hufe auf dem harten Boden eines Weges erzeugt haben, der in dieser exakten Linie wahrscheinlich bereits von den Inka angelegt wurde.

der Wanderer an der Recta del Tin Tin
der Wanderer an der Recta del Tin Tin

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Parque Nacional Los Cardones

Dann, nach 2/3 der Recta del Tin Tin, erreiche ich mit dem Wanderer die Zufahrt zum ausgewiesenen Campingplatz im Park. Nach einigen erträg-lichen Pistenkilometern rücken die Dornenbüsche immer näher an die Piste und formen dann sogar einem richtigen Hohlweg... eigentlich zu klein für den Wanderer, aber einmal darin gefangen, will ich trotz der neuen Kampfspuren die ich mir einfangen werde, jetzt hindurch! ..es sind ja nur noch ein paar hundert Meter und dann kommt endlich ein kleines Holzschild, welches mich nach links, in noch engere Büsche weist! Zum Glück nur noch für wenige Meter, dann erweitert sich die Mausefalle, zu einem kleinen, überschaubaren Platz, der allerdings gerade `mal für eine handvoll Fahrzeuge geeignet ist. häusliche Pflichten im Los Cardones - Danke für den Schnappschuß Theo Doch außer mir ist tatsächlich nur ein einziger anderer Wagen mit einem deutschen Paar hier, die es, wie mich, hier an`s "Ende der Welt" verschlagen hat. So lerne ich Theo & Pia kennen, einen Informatikprofessor & eine Architektin. Unsere Kombination erweist sich als ziemlich glücklich und wir verbringen insgesamt zwei sehr kurzweilige Tage mit langen und sehr interessanten Gesprächen in dieser Abgeschiedenheit.

..ausgewiesener Campingplatz? Na ja, hier im Nationalpark ist es ein Park-platz für vielleicht fünf Fahrzeuge... Dann aber, was ich in den argenti-nischen, staatlich betriebenen Plätzen immer wieder erlebt habe: In ihrer totalen Abgeschiedenheit, die nur wenige Touristen ansteuern, sind sie äußerst liebevoll und sorgfältig angelegt und gepflegt! Etwas abseits gibt es sogar zwei absolut saubere TrockenTrennToiletten mit dem gleichen, extrem umweltfreundlichen Prinzip, das ich auch im Wanderer umgesetzt habe! Dazu, verstreut in der Umgebung, mehrere, mit kleinen Kieseln eingeebnete Flächen, um Zelte aufzustellen und dazugehörige Tische und Bänke, die sogar von einem Sonnenschutz aus parallelen Holzlatten überdacht sind. Überall kleine Abfalltonnen, die regelmäßig von den Rangern geleert werden, was auch daran zu erkennen ist, dass nirgendwo Basura, Abfall, verstreut ist und herumliegt...

Warnschild - Puma TerritoriumEs ist schon etwas späterer Nach-mittag und die bereits tieferstehen-de Sonne wirft lange Schatten, als ich mit meiner Kamera auf einer sehr langen Tour die nähere Um-gebung entdecken will. Kaum habe ich die aus den von Büschen und Bäumen überwachsenen Hohl-wege verlassen, sehe ich vor mir ein in der Sonne bereits ausgeblichenes Schild, das mich darauf aufmerksam macht, hier ein Territorium zu betreten, das den Pumas gehört. Mit einem Schmunzeln im Gesicht weiß ich tatsäch- lich nicht, ob ich mir wünschen soll, einem dieser Tiere zu begegnen oder ob ich besser dran bin, wenn das nicht passiert. Ich habe einen Deutschen gesprochen, der jetzt schon fast 30 Jahre in Salta lebt und die argentinische Puna in und auswendig kennt. Von Frank weiß ich, dass die Tiere dem Menschen ausweichen und er in seiner ganzen Zeit nur ein einziges Mal einen Puma in größerer Entfernung gesehen hat... In den zwei Stunden, die ich jetzt in ihrem Revier unterwegs bin, habe ich mich jedenfalls viel öfter umgedreht, als ich es sonst tue!
    Kurz nach dem Schild öffnet sich die Landschaft zu einer weiten Ebene mit unzähligen Riesenkakteen, den Cardónes, die im tiefstehenden Gegenlicht noch einmal ein besonderes Gesicht zeigen.

Cardónes in nach ihnen benanntem Nationalpark
Cardónes in nach ihnen benanntem Nationalpark

ungewohnte Aussichten bieten sich
ungewohnte Aussichten bieten sich

im Gegenlicht strahlender 'Pelz' aus verdammt spitzen Stacheln
im Gegenlicht strahlender 'Pelz' aus verdammt spitzen Stacheln

Stachelpelz aus der Nähe
Stachelpelz aus der Nähe

.es geht auch noch wesentlich spitzer
                        und schärfer...
..es geht auch noch wesentlich spitzer und schärfer...

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es geht weiter...

..mit einer weiteren Seite im und aus dem Parque Nacional Los Cardones.
Vorher natürlich noch das Video mit den Eindrücken der letzten Tage, also der Fahrt vom Vólcan Carachi Pampa bis zu den Cardones...

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