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Piedra Pomez

Routenkarte-2025-12-31aktuelle, zoombare Routenkarte des 4. Törns, Stand min. 21.03.2026 (oder neuer)

März `26, nach meinem "Urlaub vom Urlaub" im El Paraiso in Fiambalá geht das Abenteuer PanAmericana jetzt weiter. Auf der berühmt berüchtigten Ruta Cuarenta steuere ich mit dem Wanderer in Richtung Norden.
    Vier Fahrtage und 454 Kilometer weiter liegt mitten in der argentinischen Puna mein neues Ziel, der Campos de Piedra Pomez, ein weit über 25 Kilometer langes Feld aus vulkanischen Bimssteinablagerungen, die im Laufe der Jahrtausende nach ihre Entstehung vom Wind zu außergewöhnlichen Formen geschliffen wurden.

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Fahrt nach Norden

Dienstag, der 3. März `26, nachdem ich meinen Platz im El Paraiso in Fiambalá verlassen habe, steuere ich beileibe nicht auf der Ruta Cuarenta nach Norden... gepfiffen! Um die fast schon "transkontinentale" Ruta Nacional 40, die Cuarenta mit ihren rund 5.200 Kilometern Länge, die vom äußersten Süden Argentiniens, der Tierra del Fuego, Feuerland, bis zur bolivianischen Grenze im Norden verläuft, ist zuerst ein riesiger Bogen nach Süden und Osten angesagt, um eine Andenkette zu umgehen.
    In der Stadt Tinogasto steuere ich nach fast 1.000 Kilometern zum ersten Mal wieder eine Tankstelle an - und muß mich in Geduld fassen! Ein Tankwart, eine Zapfsäule, aber zwei Spuren mit etlichen Fahrzeugen vor mir... Es sollte eine Stunde und zehn Minuten dauern, bis ich endlich wieder einen vollen Tank hatte und ich konnte mir bereits ausrechnen, dass ich die Cuarenta heute wohl nicht mehr erreichen werde...
gesperrte Straße wegen einer Demonstration von Lehrern     Wenige Kilometer nach Tinogasto kam dann die nächste, völlig unerwartete Zwangspause! Die Policia hat die Straße von beiden Seiten abgesperrt! Zwischen den Absperrungen stand mitten auf der Ruta ein Zelt mit einer handvoll Demonstranten. Wie ich dann erfuhr, sind es Lehrer, die mit ihrer Aktion auf ihre schlechte Bezahlung aufmerksam machen wollen... Mit südamerikanischer Geduld hieß es erneut zu warten und nach einer weiteren Stunde war dann tatsächlich Bewegung am Zelt zu erkennen! Das Zelt wurde an den Straßenrand getragen und für ein paar Minuten wollte man den Verkehr passieren lassen, bis das Zelt wieder in die Staßenmitte gestellt würde...
    Nach 6 Stunden fahren & warten, habe ich dann zum Glück eine vielversprechende, kleine Piste gefunden und zwei Kilometer entfernt von der Straße einen absolut ruhigen Platz für die Nacht im "Nirgendwo" gefunden - ohne bellende Hunde, knatternde Mopeds, quatschende Nachbarn und ohne Ohrenstöpsel in der Nacht.


Am nächsten Morgen erreiche ich nach wenigen Kilometern bereits die Cuarenta, die ich unentlich weiter im Süden schon hunderte von Kilometern gefahren bin -machmal heiß geliebt, manchmal abgrundtief gehaßt...
    Jetzt wird die Wüste entlang der Ruta immer grüner und zugleich ragen riesige Säulenkakteen, die Cardón Grande, wie die mexikanischen Saguaros, in die Höhe. Neben mir erheben sich richtige Dschungel-Berge, mit dichtem Urwald bewachsen in die Höhe, während sich das Tal immer weiter zuzieht, muß sich die Ruta 40 dabei in stetigem Auf & Ab an den steilen Hängen entlang winden.
   

unerwartetes Ensemble an der Cuarenta - Skulptur der Nandus
unerwartetes Ensemble an der Cuarenta - Skulptur der Nandus

riesige Wolkenmassen schieben sich
                         wieder über die Berge
riesige Wolkenmassen schieben sich wieder über die Berge

Kakteen, die Cardón Grande, an den
                        Berghängen
Kakteen, die Cardón Grande, an den Berghängen

Nördlich von San Fernando verlasse ich die Cuarenta wieder. Die jetzige Ruta 43 beginnt schon ab Villa Vil, sich in einer spektakulären Bergwelt immer weiter nach oben zu schrauben, während meine Ohren ständig am Ploppen sind, um den Überdruck aus den tieferen Lagen im Innenohr wieder loszuwerden. Mit jedem weiteren Kilometer werden allerdings die Wolkenmassen über mir immer bedrohlicher.

auf der Fahrt zur Laguna Blanca passiere ich mit dem Wanderer diese beeindruckenden Dünen aus Sand und schwarzen Vulkansteinen
auf der Fahrt zur Laguna Blanca passiere ich mit dem Wanderer diese beeindruckenden Dünen aus Sand und schwarzen Vulkansteinen

Auf den allerletzten Kilometern bis zu meinem heutigen Ziel, der Laguna Blanca auf mittlerweile wieder 3.234 Metern Höhe, muß ich mein Seiten-fenster schließen, weil bereits die ersten, dicken Regentropfen ihren Weg ins Fahrerhaus finden. Wieder aber bleibt es bei den vereinzelten Tropfen und so kann ich später noch eine kleine Wanderung, vorbei an einer Quelle und dem folgenden Wasserzulauf in die Laguna machen.
    Zum Sonnenuntergang hat sich über dem anderen Lagunenufer eine bedrohliche, riesenhafte Gewitterzelle gebildet, in der nahezu ununterbrochen heftige Bltze zucken.

wie der Pilz einer Wasserstoffbombe erhebt sich am Abend diese gewaltige Gewitterzelle am anderen Ufer der Laguna Blanca
wie der Pilz einer Wasserstoffbombe erhebt sich am Abend diese gewaltige Gewitterzelle am anderen Ufer der Laguna Blanca


Am nächsten Morgen hat sich der Atompilz am anderen Ufer schon längst wieder der unbarmherzigen Sonne gebeugt und sich nahezu vollständig verzogen. Kurz nachdem die Sonne über die Berge gekrochen ist, bin ich bereits "in der Luft" und bestaune die Welt um mich herum bei völliger Windstille, aus der Vogelperspektive.
    Ich lese allerdings in meiner WhatsApp-Gruppe für Argentinien eine gestern noch eingetroffene, sehr eindringliche Unwetterwarnung genau für den Ort, den ich gestern Abend so lange mit seinem Wetterleuchten beobachtet habe - gerade einen kleinen Höhenzug von meinem Stellplatz entfernt... auch sei die Piste von Fiambalá nach Piedra Pomez, meinem nächsten Ziel, mit etlichen Flußdurchfahrten inzwischen völlig unpassierbar! Wieder einmal freue ich mich über meine Instinkte, genau diese Piste nicht gefahren zu sein, sondern den von mir eingeschlagenen Umweg weiter östlich mit dem Zugang über El Peñón genommen zu haben...
Sonnenaufgang über der Laguna Blanca
Sonnenaufgang über der Laguna Blanca
morgendliche Wolkendecke in den Bergen über mir
morgendliche Wolkendecke in den Bergen über mir

von seiner Quelle bis zur Mündung in die Laguna sind`s für diesen Bach nur wenige Meter
von seiner Quelle bis zur Mündung in die Laguna sind`s für diesen Bach nur wenige Meter

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El Peñón

Donnerstag, der 5. März `26, nach 11 Kilometern erträglicher Pistenfahrt von meinem Stellplatz an der Laguna Blanca, erreiche ich wieder die Ruta in Richtung El Peñón. Schon wenige Minuten später wird aus der verhaltenen Steigung wieder ein steiler, serpentinenreicher Aufstieg auf über 4.000 Meter durch die immer beeindruckender werdende Bergwelt der Anden. In diesen Momenten überwältigen mich wieder einmal die Gefühle, als mir die gesamte Tragweite dessen bewußt wird, was mich in diesen Momenten an diesen Ort geführt hat. Ich sitze in diesem schweren Expeditionsmobil, das ich in jahre-langer Arbeit ganz allein aufgebaut habe. So manches Mal drohten mich auch die Zweifel, ob ich überhaupt imstande bin so etwas zu bauen, zu überwäl-tigen. Ja, auch die Ängste nach der Fertigstellung, mich damit monatelang vollkommen allein nach Nordafrika zu wagen. Nach der für die ganze Welt schlimmen Corona-Zeit dann die Entscheidung, den Wanderer tatsächlich nach Südamerika zu verschiffen, dann der Start auf diesem, Welten von meinem bisherigen Leben entfernten, für mich völlig unbekannten Kontinent und jetzt, in diesen Momenten steuere ich meinen schweren Truck wieder einmal in Höhen, die die allermeisten Menschen zu Hause niemals betreten werden, während nur alle zwanzig Minuten `mal ein anderes Fahrzeug an mir vorbei fährt. Um mich herum diese außergewöhnliche, imposante, beein-druckende und erhabene Bergwelt der Anden, die in völliger Stille und Bewegungslosigkeit noch intensiver wirkt. Es gibt keine Dörfer, keine Häuser und bis auf das Asphaltband unter mir nicht einmal Zeichen dafür, dass es überhaupt andere Menschen gibt.
    Es sind keine artikulierten Sätze, nicht einmal konkrete Gedanken, die in diesen Momenten in mir sind, es sind meist nur Andeutungen von Erinnerun-gen, von gedanklichen Verknüpfungen und nur in ihrer Gesamtheit, zusam-men mit dieser Welt um mich herum, erzeugen sie ein kaum faßbares Bild aus Bewußtheit und Gefühlen. Der einzelne Gedanke, ein einzelnes Instrument, sind unwichtig. Es ist diese nicht greifbare Gesamtheit eines Bildes, einer Sinfonie, die diese Momente zu etwas ganz besonderem, außergewöhnlichen machen.

schneebedeckte Berge bei den Paßfahrten
schneebedeckte Berge bei den Paßfahrten

über gut ausgebaute Straßen sind gleich zwei 4.000-er zu überwinden
über gut ausgebaute Straßen sind gleich zwei 4.000-er zu überwinden

Kaum habe ich den ersten, namenlosen 4.000-er überwunden, schlängeln sich die Serpentinen wieder für einige hundert Meter an den Flanken eines riesigen Tal`s nach unten, nur um dann zum nächsten Paß erneut in die Einsamkeit und Abgeschiedenheit dieser Höhen zu klettern.
    Nach eineinhalb Stunden erreiche ich den kleinen, völlig abgeschiedenen Ort El Peñón. Jetzt, in der brennenden Mittagssonne, sehe ich fast keinen Menschen und die Türen der wenigen, winzigen Geschäfte, sind alle ver-schlossen.der Wanderer an der Schlucht von La Virgin bei El Peñón Kurz nach dem Ortsende kommt eine kleine Pisteneinfahrt mit einem Schild, welches mich auf die Schlucht von La Virgin aufmerksam macht. Auch einer meiner Routenpunkte im Navi macht mich auf die wenigen hundert Meter dieses Abstechers aufmerksam und ich werde nicht enttäuscht, hier einen Stopp ein-geplant zu haben.
    Eine steil abfallende, enge und zwischen den schroffen Felsen dicht und grün bewachsene Oase aus Leben zieht sich durch die vor mir liegende Bergflanke.

die Schlucht von La Virgin - westliche
                      Seite
die Schlucht von La Virgin - westliche Seite

die Schlucht von La Virgin - Mitte
die Schlucht von La Virgin - Mitte

die Schlucht von La Virgin - östliche Seite
die Schlucht von La Virgin - östliche Seite

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Campo de Piedra Pomez

Nach meiner längeren Rast an diesem kleinen Naturwunder, fahre ich für die nächsten Tage die allerletzten Kilometer auf pavimento, ashaltierter Straße, bevor mich wieder die grausame Wirklichkeit in Form von fürchterlicher Wellblechpiste emfängt - der Abzweig zum Campo de Piedra Pomez.
    Es werden ganze zweieinhalb Stunden für gerade `mal 30 Kilometer, während die unwirklichen Formationen der Piedra Pomez aus Fels und Sand langsam immer näher rücken.

die unwirkliche Welt aus Sand und Felsen
                      des Campo de Piedra Pomez kommt langsam näher
die unwirkliche Welt aus Sand und Felsen des Campo de Piedra Pomez kommt langsam näher

während sich weiter im Osten erneut gewaltige Gewitterzellen auftürmen
während sich weiter im Osten erneut gewaltige Gewitterzellen auftürmen

Urplötzlich jedoch werde ich wieder an das große Schild hinter El Peñón am Beginn der Piste erinnert, dass der Weg zum Campo ausschließlich für 4x4, also Allrad-Fahrzeuge, befahrbar ist! Die grausamen Bodenwellen sind von einem Moment auf den anderen unter extrem weichen und tiefen Sand versunken. Mit seinen 10 Tonnen Gewicht sinkt der Wanderer sofort tief ein und die Maschine muß Schwerstarbeit leisten, um gegen diesen Widerstand noch zu bestehen. Mit fast durchgetretenem Gaspedal schwimme ich regelrecht durch diese Falle. Als ich nach einiger Zeit wieder etwas festeren Boden unter den Rädern habe, halte ich sofort an, um den Steyr auf noch schlimmeres vorzubereiten, schalte ich die Geländeuntersetzung, die Mitteldifferenzialsperreder Schlupf zwischen den Achsen wird gesperrt
Erklärung siehe unten
und die Hinterachsesperreder Schlupf zwischen den Rädern der Hinterachse wird gesperrt
Erklärung siehe unten
ein. In immer kürzeren Abständen folgen jetzt diese tückischen Sandlöcher und die "eierigen" Spuren und tiefen Löcher, wo sich ein Fahrzeug festgefressen hat, zeigen mehr als deutlich, welche "Dramen" sich hier bereits abgespielt haben. Selbst der Steyr mit seinen extremen Geländefähigkeiten, droht jetzt mehrfach aus der Spur zu laufen und als vorletztes Mittel sperre ich jetzt auch noch die Vorderachse... und schaffe damit auch die noch folgenden Anstiege in der Piste. Das aller-letzte Mittel, eigentlich das Wirksamste bei einem derartigen Untergrund, die deutliche Absenkung des Luftdruckes in den Rädern, muß ich zum Glück nicht mehr einsetzen... zum "Glück" deshalb, weil jetzt auch immer häufiger Passa-gen mit scharfkantigen Vulkansteinen folgen und dort wäre die Gefahr, sich die durch den geringeren Luftdruck dann zu weichen Reifen an den Steinen aufzuschlitzen, zu groß!

in dem extrem weichen und feinen Sandstaub muß der Steyr Schwerstarbeit leisten, um sein Gewicht durch dieses 'Mehl' zu wuchten
in dem extrem weichen und feinen Sandstaub muß der Steyr Schwerstarbeit leisten, um sein Gewicht durch dieses 'Mehl' zu wuchten

Das "Ding" mit der Differenzialausgleich

Jedes Fahrzeug hat "ihn", den Differenzialausgleich zwischen den Rädern, der den Schlupf, also eine unterschiedliche Drehgeschwindigkeit zwischen den Rädern erlaubt. Der Grund dafür ist ganz einfach nachzuvollziehen: In jeder Kurve muß das kurvenäußere Rad einen längeren Weg (großer Kreisbogen) zurücklegen als das kurveninnere Rad (kleiner Kreisbogen). Gäbe es diesen Ausgleich zwischen den Rädern nicht, müßten beide Räder sich immer mit der gleichen Geschwindigkeit drehen. Da die Räder in einer Kurve aber unter-schiedliche Weglängen zurücklegen, haftet meist das kurveninnere Rad nicht mehr auf dem Untergrund, sondern "radiert" über ihn hinweg. Das führt zum einen zu erheblich größerem Reifenverschleiß, zum anderen sinkt aber auch die Fahrstabilität erheblich, da die Räder eben nicht haften, sondern rutschen.
    Bei normalen Fahrbedingungen ist dieser Differenzialausgleich also eine mehr als sinnvolle Einrichtung! Nicht aber bei schwierigen Fahrbedingungen wie im Gelände... Dazu ein ganz kleines Gedankenexperiment: Stellen wir uns eine feste, gut asphaltierte Straße vor, während der unbefestigte Straßenrand aus weichem, glitschigen Matsch besteht. Stellen wir uns mit unserem Wagen jetzt mit einer Seite auf die Straße und mit der anderen in den Matsch, passiert beim Anfahren folgendes: Die Räder im Matsch haben keine Haftung mehr, drehen einfach durch und graben sich dabei immer tiefer in den Schmodder. Die Räder auf der Straße hätten jetzt die Aufgabe, das Fahrzeug aus der mißlichen Situation zu befreien, nur haben sie eben Grip auf der Straße, müssen also das gesamte Gewicht des Fahrzeugs allein aus der Falle befreien. Dabei haben sie einen großen Widerstand zu überwinden... Was passiert also? Die Räder im Matsch drehen weiterhin lustig durch während die Straßenräder einfach stehen bleiben - damit steckt das Fahrzeug fest!
    Richtige Geländefahrzeuge haben dagegen eine Differenzialsperre. Wird sie eingeschaltet, verlieren die Räder auf einer Achse also die Fähigkeit, sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit zu drehen. Die Räder auf der Straße müssen sich damit mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Matschräder drehen und jetzt hat das Fahrzeug eine vernünftige Chance, dieser Falle zu entkommen.
    Ein hochgeländefähiges Fahrzeug wie der Steyr hat sogar 3 einzeln schaltbare Differenzialsperren:
  1. können die Räder der Vorderachse gesperrt werden
  2. können die Räder der Hinterachse gesperrt werden
  3. als 4 x 4, also allradgetriebenes Fahrzeug, kann beim Steyr zusätzlich auch die Verbindung zwischen den Achsen gesperrt werden - alle 4 Räder müssen sich jetzt, wenn alle Sperren eingeschaltet sind, mit der gleichen Geschwindigkeit drehen


Nachdem sich der Steyr auch durch das letzte Feld mit Tiefsand durchge-fressen hat, folgt ein letzter, steiler, sehr steiniger und enger Anstieg - bis zum Parkeingang, wo mich Christian, der Ranger, empfängt. Natürlich interessiert ihn, wie ich den weiten Weg von Alemania bis zu diesem abgelegenen Ort gemacht habe genauso wie die Überraschung für ihn, warum ich solo, allein, und ohne mucher, Frau, unterwegs bin? Die sehr angenehme und freundliche Unterhaltung ändert aber nichts daran, dass er zum Schluß seiner Pflicht nachkommen muß und er mir 15 k$ *), also 15.000 Pesos (weniger als 10 €) für den Parkzutritt abknöpft...
    Nach unserer Verabschiedung habe ich nur noch wenige Kilometer Fahr-strecke bis zum Estacionamiento, dem einzigen Parkplatz innerhalb des Parkgebietes, auf dem ich auch übernachten darf. Entlang des immer beeindruckender werdenden Feldes aus unwirklichen Skulpturen, erreiche ich den Platz und kann mich wieder einmal nur wundern, dass ich selbst an einem so außergewöhnlichen Ort, dem Campos de Piedra Pómez in 3.148 Metern Höhe, immer noch völlig allein bin!
    Der Anblick um mich herum ist so unwirklich und faszinierend, dass ich auch jetzt jede Müdigkeit von der langen und anstrengenden Fahrt abschüttel und sofort nach meiner Ankunft zu einer großen Entdeckungstour aufbreche.
    *) ..dass die US-Amerikaner den "spanischen Taler", also "spanish Dollar" und sein Zeichen, den/das $, "geklaut" haben, habe ich im 1. Törn auf der Seite Uruguay-Chuy schon `mal etwas ausführlicher erklärt... ist `ne interessante Geschichte...

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vom Campo de Piedra Pomez - dem Quadratkilometer großen Feld aus Bimssteinskulpturen


Obwohl jetzt, am Nachmittag, der Wind wieder immer stärker auffrischt, wan-dere und klettere ich noch volle zwei Stunden durch eine Landschaft, die so unwirklich, so fremdartig und gleichzeitig so unglaublich schön ist, dass sie ein Magier erdacht haben muß. Ich sitze lange auf der Krone einer dieser Skulpturen und versuche vergeblich zu begreifen, was sich vor meinen Augen ausbreitet. Zu übermächtig sind die Formen und Farben und mit nichts ver-gleichbar, das ich jemals zuvor in meinem Leben gesehen habe.
    Die Sonne fällt bereits auf den Horizont, als ich endlich wieder zurück am Wanderer bin, doch auch jetzt kann ich meinen Blick nicht von dieser Welt vor mir abwenden...


einer der piedras, Steine, im Licht der untergehenden Sonne
einer der piedras, Steine, im Licht der untergehenden Sonne

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..na klar, ich bin ja auch gerade erst in der verzauberten Welt des Campos de Piedra Pomez angekommen und traue auch am nächsten Morgen meinen Augen immer noch nicht bei dem Anblick, der sich mir eröffnet.
    Vorher natürlich noch das Video mit den Eindrücken der Fahrt von Fiambalá über die Laguna Blanca bis zum Campos.

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