aktuelle,
zoombare Routenkarte
des 4. Törns, Stand 21.03.2026
(oder neuer) März `26, in der verzauberten Welt des Campos de Piedra Pómez fahre ich mit dem Wanderer an dem riesi-gen Feld aus Bimssteinskulpturen fast 20 Kilometer entlang zu einem weiteren, noch abgelegeneren Stellplatz in dieser unwirklichen Landschaft. Hier, am äußeren, südlichen Ende dieses beeindruckenden, vulkanischen Feldes, werden die Statuen aus Bimsstein langsam weniger, bleiben dennoch für meine eigene Welt aus Erfahrungen genauso geheimnisvoll, fremdartig und nicht zu begreifen.
![]() tiefstehende Sonne, Abendwolken und der schwarze Vulkan Carachi Pampa |
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Samstag, der 7. März `26, nach zwei Tagen
auf dem offiziellen Estacionamiento
(Parkplatz) für den Campos de Piedra Pómez,
steuere ich mit dem Wanderer weiter
nach Süden, in Richtung der Berge. Ich bin so sehr mit der
schmalen und brutalen Wellblechpiste beschäftigt, dass ich den
permanenten Anstieg in die Höhe kaum wahrnehme. Jetzt, wo die Piedras, die "Steine", am Ende des Feldes
ganz langsam ausdünnen und weniger werden, ist die Piste kaum noch
als solche zu erkennen. Auf den letzten 200 Metern bis zu einem
großen Felsen, den ich als mögliches Ziel ins Auge gefaßt habe,
verschwinden auch die letzten erkennbaren Reste der Piste unter
den Wellen aus gewachsenem Bimsstein. Nur mit der gewaltigen
Bodenfreiheit und den Kletterfähigkeiten des Steyr`erreiche
ich den Monolithen. An seiner Seite lenke ich meinen 10-Tonner den
steilen Hang aus weicher, tiefer und pechschwarzer Vulkanasche
hinauf bis zur abgewandten Seite des Felsens. Nach kurzem
Rangieren überzieht mein Gesicht wieder `mal ein breites Grinsen -
mein Augenmaß und Bauchgefühl haben mich wieder so geleitet, dass
der Wanderer in einer Welt, die
nur aus schiefen Ebenen, Löchern, Wellen und Felsen besteht, einen
perfekten Stellplatz beziehen konnte. Weit abseits der Piste,
Längs- und Querausrichtung so, dass später meine kleine, 2-achsige
Wasserwaage im Aufbau zufrieden im Lot ist. Zudem habe ich eine
perfekte Rundumsicht auf die fremdartige Welt in der ich stehe und
last but not least, ist die Front des Steyr
weitgehend nach Osten, in Richtung der aufgehenden Sonne
ausgerichtet. Wie wichtig das ist, wird mir erst richtig bewußt,
als ich später meine Navigationsdaten abrufe und speichere: Fast
völlig unbemerkt bin ich weitere 600 Meter in die Höhe geklettert
und stehe inzwischen wieder auf 3.715 Metern über dem
Meeresniveau! ..da ist die Ausrichtung verdammt wichtig als
kostenlose Solarheizung für die über Nacht tiefgekühlte Maschine
des Steyr!
öffnen des Panoramas mit Mausklick verschieben: linke Maustaste drücken UND halten - dabei verschieben schließen des Panoramas mit ESC oder Doppelklick öffnen des Panoramas mit Mausklick verschieben: linke Maustaste drücken UND halten - dabei verschieben schließen des Panoramas mit ESC oder Doppelklick Nach meinem ersten Rundgang in meiner neuen
Nachbarschaft, klettere ich die wenigen Meter auf den Piedra
vor dem Wanderer. Bei
jetzt ganz vorsichtig einsetzendem und noch leichtem Wind, sitze
ich lange auf der Spitze des Felsens und starre wieder einmal auf
die Welt vor meinen Augen, die dabei schon ein wenig feucht
werden. Der nächste Mensch muß ungezählte Kilometer von mir
entfernt sein und niemand würde die Tränen in meinen Augen
sehen... Vor mir liegt wieder eine Welt aus gefrorener Zeit, ohne
die allerkleinste, wahrnehmbare Bewegung und Veränderung - der
Mars könnte nicht weiter von allem Bekannten entfernt sein.
Die Piedras vor mir, hier, wo der Campo langsam endet, sind in ihrer Zahl bereits deutlich ausgedünnt, stehen in ihrer Masse und Wucht ihren Vettern weiter im Norden aber in nichts nach. Wieder einmal wird mir bewußt, dass es alles andere als eine Selbst-verständlichkeit ist, in dieser schier grenzenlosen Freiheit und Unab-hängigkeit, einen so außergewöhnlichen und abgelegenen Ort wie die Piedras Pómez gefunden zu haben und jetzt, in diesem Moment wirklich hier zu sein, bewußt zu sein. Nicht sehr viele Menschen auf der Welt können derartige Augenblicke nachvollziehen. Sicher, es gibt die Adventure-Anbieter in den viele Fahrstunden entfernten Orten Fiambala oder Salta, die mit ihren Pickups immer wieder Touris selbst hierhin karren. Die Zeit reicht dabei aber für alle nur für die vielen Selfis in der 250-Meter-Nachbarschaft des Fahrzeugs. Zeit und Muße, sich in völliger Abgeschiedenheit für Stunden oder sogar Tage dieser außergewöhnlichen Welt bewußt zu sein, sie wahrzunehmen, Teil von ihr zu werden, ist wirklich ein Privileg.
![]() kommt der Nachmittag, kommen auch die Wolken |
![]() die Verfärbungen auf der Oberfläche des Bimssteines stammen von ausgetretenen Gasen und Lösungen |
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Abgeschiedenheit an diesem außergewöhnlichen Ort im südlichen Campos de Piedra Pómez geht die Fahrt mit
dem Wanderer wieder den Weg
zurück. Schon auf der Hinfahrt zu den Piedras
konnte ich aus der Entfernung noch zwei weitere,
außer-gewöhnliche Orte sehen, die jetzt natürlich noch auf meiner
LOP (Liste offener Punkte
Vorher natürlich noch das Video der letzten Tage im südlichen Campos. Dieses Video liegt in FullHD vor hier geht`s weiter mit der Duna
Grande
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