aktuelle,
zoombare Routenkarte
des 4. Törns, Stand min. 12.02.2026 oder neuer
Es ist Freitag, der 16. Feb. ´26, als ich meinen nächsten Stellplatz, Caleta Colorada, erreiche. Es folgen noch zwei weitere Plätze entlang der spektakulären Ruta 1, der Küsten-straße entlang des Pazifik`s in Nordchile - Caleta Botija und Caleta Blanco Encalada, bis die Ruta 1 in El Cobre endet... vorerst... Für lange Kilometer kapituliert der Straßenbau vor den steil an die Küste ragenden Bergen. Die Umgehungsstraße verläßt die Küste und die Ruta 1 beginnt erst in der riesigen Hafenstadt Antofagasta wieder ihre Reise entlang des pazifischen Ozeans. Nach Verlassen der Küste, nach El Cobre, erreiche ich jedoch noch einmal einen weiteren spektakulären Ort, den Mirador Caleta el Cobre, bevor ich in Antofagasta wieder zurück am Pazifik bin.
![]() Karibikfeeling Ich habe in den letzten 3 Wochen schon so
viele Plätze angefahren... jeder ist völlig anders als der
vorherige und läßt mich aus der Faszination und dem Staunen über
die Vielfältigkeit der Natur nicht heraus kommen.
Eine ganze Schule von Pelikanen fliegt in enger Formation, aufgereiht wie auf einer Perlenkette, nur 30 Meter schräg unter mir in einem Abstand von gerade `mal einem halben Meter dicht über der Wasseroberfläche. Völlig unbeeindruckt von dem wilden Treiben und der Unberechenbarkeit der Wellen unter ihnen, halten sie immer den gleichen Abstand und schlängeln sich so auf einer harmonischen Berg- und Talfahrt weiter. Einige Meter weiter rollen die jetzt hoch aufgetürmten, riesigen Brecher mit krachenden Schlägen gegen die Felsen und hinterlassen einen brodelnden Sumpf von hell türkis leuchtendem Wasser. Abermillionen winziger Luftblasen sind in den Einschlägen der Wellen tiefer unter Wasser gedrückt worden. Viel zu winzig, als das ihr Auftrieb sie wieder schnell nach oben ziehen würde, geben sie dem Meer einen verschwenderischen Anteil an Luft und gleichzeitig diese helle, leuchtende Farbe, die sich erst viele Meter weiter wieder zu dem tiefen Blau des Meeres mischt.
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> Pazifikküste > weiter entlang der
Küste weiter entlang der Küste..mit einer weiteren Neuheit! Ist seit der
letzten Seite schon die
Darstellung von
Bei den beeindruckenden Brandungswellen am Punta Plata habe ich mit meiner Kamera eine ganze Reihe Serienaufnahmen, also einer schnell folgenden Serie von Einzelbildern, aufgenommen. Solch eine Serie halbwegs vernünftig darzustellen, ist mir bisher mehr schlecht als recht gelungen - wie z.B. bei den Delphinen auf der Isla de Chiloé im Dez. `24. Jetzt habe ich das Script zur Darstellung derartiger Serien deutlich verbessert und möchte euch zwei davon zeigen. Mit den Buttons unter dem Bild kann die Animation gestartet und gestoppt werden.. ![]()
![]() über den morgendlichen Wolken an der Pazifikküste und der Ruta 1 ..eine zweite "Serienwelle"... ![]()
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> Pazifikküste > Botija und Encalada Caleta Botija und Caleta EncaladaMit Caleta Botija
und Encalada, bin ich wieder einmal
an zwei Stellplätzen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.
Während ich in Botija einhundert Meter hoch über der donnernden
Küstenbrandung zwischen vom Wind zu fremdartigen, skurrilen Formen
geschliffenen Sandsteinfelsen stehe, ist die Caleta Blanco
Encalada die wüstenhafte Atacama,
die anscheinend nicht begreifen will, daß sie den riesigen Ozean
vor sich nicht bezwingen kann. An beiden Orten scheint die Welt
aus Sand zu bestehen, der an der Oberfläche bereits so verfestigt
ist, daß man fast dabei zuschauen kann, wie sich nur wenige Meter
daneben bereits festes Gestein daraus entwickelt hat. Gleichzeitig
nagen Wind und Meer an den neu entstehenden Formen und bearbeiten
sie schon wieder zu völlig neuen Formen, die mit Linien, Fugen und
wilden Löchern besetzt sind. Dann gibt es riesige Dünen, die sich
erst beim Aufstieg als feste Berge zeigen, die kaum noch etwas mit
dem ursprünglichen Sand zu tun haben. Zum unzähligsten Mal
realisiere ich, wie skurril, wie fremdartig und wie schön diese
Welt um mich herum ist!
Während sich der Wind an der Caleta Botija
bei seiner filigranen Feinarbeit am Schliff der Felsen Äonen an
Zeit läßt, geht der wilde Pazifik tief unter mir mit sichtbarer
und brachialer Gewalt gegen die Küstenfelsen vor...
![]() ..während der Pazifik deutlich weniger feinfühlig gegen die Küste anrennt... Eine ganz andere Welt ist Caleta Blanco
Encalada. Wäre da nicht das türkis leuchtende Wasser der
geschützten Bucht an der ich stehe, wären da nicht die sanft
plätschernden Wellen und die vielen Seevögel, könnte ich mich auch
mitten in der Atacama wähnen, in der die Zeit scheinbar viel
langsamer vergeht. Erst viel weiter entfernt von meinem Stellplatz
öffnet sich die riesige Bucht wieder und dort zeigen die
donnernden Brandungswellen, daß der Pazifik nie aufhören wird, die
Küste nach seinem Willen neu zu formen.
![]() 'mein' Badestrand an der Caleta Blanco Encalada
![]() die Küste im Licht der tiefstehenden Sonne |
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> Pazifikküste > Mirador Caleta el
Cobre Mirador Caleta el CobreDienstag, der 20. Jan. ´26, ich nehme erst
einmal Abschied von der imposanten Küste und der Ruta 1. Wenige
Kilometer nördlich vom Caleta Blanco
Encalada, endet diese Küstenstraße und muß vor der
Steilheit der Berge kapitulieren... erst einmal... In dem winzigen
Ort El Cobre führt eine
Umgehungsstraße in engen und steilen Serpentinen weg vom Pazifik
und in die Berge. Schon am frühen Mittag habe ich mit dem Wanderer
mein heutiges Ziel erreicht - auf 1.744 Meter über dem
Meer, den Mirador (Aussichtspunkt) Caleta
el Cobre. In spektakulärer Lage reicht er weit aus den
steilen Bergen heraus und zeigt eine ebenso spektakuläre Aussicht
in die Tiefe bis auf den pazifischen Ozean. Der völlig eben
angelegte Platz bietet genug Raum um hier auch über Nacht zu
stehen und hat sogar richtige Sitzbänke und Tische.
Nach meinem arg verspäteten Frühstück ziehe ich gerade meine Wanderstiefel an, als wenige Meter neben mir ein chilenischer PKW hält. Es folgt wieder einmal eine Begegnung der besonderen Art: Ich, ein Deutscher mit einem österreichischen Steyr, lerne Hiroshi, einen Japaner aus der alten Kaiserstadt Osaka, mit seinem koreanischen Hyundai, kennen. Hiroshi ist Bauingenieur und konstruiert die großen Kuppeln für die vielen Observatorien in den chilenischen Anden. Jetzt ist er auf dem langen Weg nach Santiago, wo seine Familie lebt. Wir unterhalten uns, natürlich auf englisch, länger als eine halbe Stunde, bevor sich unsere Wege wieder trennen. Als ich nach einer großen Kletter- und Fototour, die mich auch noch 120 Meter höher, auf jetzt 1.864 m.ü.d.M., gebracht hat, wieder beim Mirador ankomme, sehe ich, wie der Wanderer wieder einmal als Model für drei Motorradfahrer posieren muß. Auch wir kommen sofort ins Gespräch und so erfahre ich, daß sie aus Brasilien bis an die chilenische Küste gekommen sind. Bei der Verabschiedung wird mir noch gesagt, daß der Wanderer und ich eine Inspiration für sie sind... WOW, das höre ich wahrlich nicht jeden Tag!
![]() als die Sonne sich langsam dem Horizont nähert, kriechen auch wieder die Wolken in die Küstenberge |
| Nur
noch wenige Augenblicke, bis die Sonne unter den Horizont aus
Wolken taucht
Die Welt erstrahlt in einem ganz außergewöhnlichen Licht und erreicht dabei unserer Herz ![]() über den pazifischen Ozean hat sich ein weiteres Meer aus Wolken gelegt ![]() die allerletzte, dünne Sichel aus Sonnenlicht vergeht in nur wenigen Sekunden ![]() auch wenn die Sonne bereits hinter dem Horizont liegt, verzaubert ihr Licht immer noch den Himmel ![]() der Wanderer über einem Meer aus Wolken und Licht - und unter einer strahlenden Mondsichel |
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> Pazifikküste > weiter... es geht weiter.....weiter zur nächsten Seite des Abenteuers
PanAmericana entlang der chilenischen Pazifikküste. Ich
hatte auf der letzten Seite schon angedeutet, daß ich aufgrund
mehrfacher Warnungen vor dem “invierno
boliviano” meine Fahrplanung mehrfach ändern mußte. Jetzt
hat es Bekannte von mir auf fürchterliche Weise erwischt! Mehr
dazu auf der folgenden Seite...
Vorher natürlich noch das Video der letzten Tage mit den Eindrücken der Fahrt entlang des Pazifik`s in Nordchile: Dieses Video liegt in FullHD vor hier geht`s weiter mit dem 5. Abschnitt der Fahrt entlang der Küste |